Korschenbroich: Neuenhofer dankt St. Andreas
VON ANGELA WILMS-ADRIANS - zuletzt aktualisiert: 27.12.2006Korschenbroich (RPO). „Und seht, ich verkünde euch große Freude!“ Mit diesen Worten der Weihnachtsbotschaft begrüßte Pater Josef Neuenhofer die Gläubigen zur Christmette. Die Weihnachtsbäume in der Korschenbroicher St. Andreas Kirche erstrahlten im vollen Licht, und eine stattliche Anzahl der Messdiener füllte den Chorraum.
Einer lieb gewordenen Tradition folgend erhöhte auch dieses Mal der Kirchenchor von St. Andreas den feierlichen Rahmen des liturgischen Geschehens. Zum Ende des Mozart-Jahres sang er zur homogenen Begleitung von Mitgliedern der Düsseldorfer Philharmoniker Mozarts Orchestermesse „Missa brevis in G-Dur“. Die Korschenbroicher Sopranistin Amelie Dembski ließ ihre Stimme hell in die Höhen gleiten. Zur Seite standen ihr die Solisten Anneliese Bolten-Nacken (Alt), Rochus Triebs (Tenor) und Karl-Heinz Buers (Bass). Im bittend weichen Ton stimmte der Chor unter Henning Dembskis Dirigat das „Kyrie“ an. Der feierlich schreitende Anfang des „Sanctus“ wich einem freudigen Umschwung. Jubelnd pries der Chor „Hosianna in excelsis deo“. Die Motette „Pastores loquebantur des Mozart Zeitgenossen Franz-Xaver Brixi fügte sich anmutig ein.
Not in La Paz verringern
Für Pater Josef Neuenhofer stand die Christmette am Abschluss seines Heimaturlaubs. Er bekannte seine Verbundenheit zu dem Ort, der so viel für die Straßenkinder in La Paz tue. „Weihnachten ist eine Einladung, sich lieben zu lassen und Mitmensch zu sein für die in Not“, betonte der Geistliche, der seit 14 Jahren mit ganzem Herzen in Bolivien wirkt. Mit rhetorischen Fragen ließ er über die oft „innere Armut“ eines Landes nachdenken, „in dem viele Christen Beten und Danken vergessen haben“. „Der Mitmensch gehört zum Fest. Wer liebt, der ist gerettet“, mahnte der Geistliche, der bei seiner Arbeit das Elend großer materieller Not sieht. „Zeigen Sie auch den so genannten Wegwerfkindern in Bolivien, dass sie Lieblingskinder Gottes sind“.
Zum feierlichen Auszug nach dem Schlusssegen sang die Gemeinde das vertraute Lied „Stille Nacht, heilige Nacht“. Am Hauptportal wünschte Pater Neuenhofer den Kirchenbesuchern im persönlichen Gruß „Frohe Weihnachten“.
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