Korschenbroich: Pfingsttombola: 13 000 Euro sind das Ziel
VON THOMAS GRULKE - zuletzt aktualisiert: 08.05.2010Korschenbroich (RPO). Marco Heuter wusste gar nicht mehr, wohin mit dem Kleingeld. "Ich habe am Pfingstdienstag so viele Lose verkauft, dass ich erst mal nach Hause gehen und eine Abrechnung machen musste. Dieser Aufwand hat mich schon überrascht", erinnert sich Heuter. Seit vorigem Jahr gehört der ehemalige Präsident der St.-Katharina-Junggesellenbruderschaft zum sechsköpfigen Organisationsteam der großen Korschenbroicher Pfingsttombola.
"Ich habe die Tombola ja schon viele Jahre begleitet, sie ist fast ein Selbstläufer. Und die Herzlichkeit, mit der man von den Leuten beim Losverkauf empfangen wird, ist für uns zugleich die größte Motivation", sagt Heuter. Unter der Führung von Jürgen Hüsges hatte der Schützenzug "Lange Lulatsche" 1984 die Aktion ins Leben gerufen. Seit vielen Jahren kommt der Erlös dem aus Mönchengladbach stammenden Pfarrer Josef Neuenhofer und dessen Projekten für 4000 Straßenkinder in der bolivianischen Hauptstadt La Paz zugute.
2009 stellte Hüsges ein neues Team zusammen, das sich um die Organisation kümmert. In Heuter, Thomas Siegers, Friedhelm Pauen, Johannes Kronen und Sven Frank fand der Initiator und Vorsitzende der Kinder-Direkthilfe erfahrene Mitstreiter. "Ich war positiv überrascht, wie schnell wir an die Preise gekommen sind. Da macht es sich bemerkbar, dass Jürgen Hüsges ein großes Netzwerk aufgebaut hat und sich weiterhin mit um diesen Bereich kümmert", sagt Heuter, der für die Kasse verantwortlich ist.
Die voriges Jahr eingenommenen 13 000 Euro sind auch für dieses Jahr der Richtwert. Seit Palmsonntag sind Lose zum Preis von je einem Euro zu kaufen (unter anderem auch bei Korschenbroicher Kreditinstituten, Geschäften und Bäckereien). "Wir setzen auf das Netzwerk der Schützen und geben den einzelnen Zügen die Lose in Kommission", erklärt Heuter. Die Hauptverkaufstage sind allerdings traditionell der Dienstag und Mittwoch während Unges Pengste.
Am letzten Abend werden auch die Gewinner gezogen. Bereits jetzt haben die Organisatoren wieder über 400 gespendete Preise gesammelt. Hauptpreis wird ein Reisegutschein im Wert von 1500 Euro sein. "An drei aufeinanderfolgenden Samstagen werden wir die Preise an die Gewinner ausgeben", sagt Heuter. Zunächst aber hoffen die Organisatoren wieder auf einen ordentlichen Betrag für die Straßenkinder. "Wenn man so viel feiert, muss doch auch der Euro für ein Los drin sein", sagt Heuter.
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