Jüchen: Rosen für die Königinnen
VON URSULA WOLF - zuletzt aktualisiert: 19.01.2009Jüchen (RPO). 18 Bruderschaften, Schützen- und Heimatvereine kamen zum Jüchener Neujahrsempfang. Sie feierten mit Bürgermeisterin Margarete Kranz, die viele Königs-Anekdoten erzählen konnte.
Garzweiler: Eine weiße langstielige Esmeralda-Rose gab es für jede Schützenkönigin beim Neujahrsempfang, zu dem Bürgermeisterin Margarete Kranz in die Peter-Giesen-Halle eingeladen hatte. Fahnen von 18 Vereinen schmückten die Wände, und die Combo von RWE Power spielte den Marsch "Alte Kameraden". Ganz festlich trugen Schützen ihre Uniform oder schwarze Anzüge. "Sie alle heute in der Peter-Giesen-Halle zu haben, macht mich stolz und glücklich", betonte Margarete Kranz. Alle Vertreter von 18 Bruderschaften, Schützen- und Heimatvereinen sowie Dorfgemeinschaften zählte sie auf und wusste jeweils eine Anekdote aus der Regentschaft von Königen zu erzählen, die zum Teil mehrfach regierten.
Krönung mit Kartoffel-Kette
Zu den ältesten zählte Heinrich Cremer (86). Er war Hahnenkönig im Gründungsjahr der Dorfgemeinschaft Priesterath-Stolzenberg. Zum 50-jährigen Bestehen wurde er mit 84 Jahren ein zweites Mal, assistiert von seinen Enkelinnen, Hahnenkönig. Während eine erste Königskette aus Kartoffeln bestand, trug er 2008 prächtiges Königssilber." Jetzt ist mein Sohn Erwin König", erzählte Cremer, der das Treffen mit alten Bekannten sichtlich genoss. Wie von der Bürgermeisterin gewünscht, wurden Hans-Josef Görgemanns und seine Frau Margit in ihrer Amtszeit zum dritten Mal Königs- oder besser Kaiserpaar der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft Aldenhoven. Als informelles Treffen nutzte Bernhard Mockel, Ehrenpräsident des Geselligkeitsvereins Wallrath, den Neujahrsempfang. Präsident Jörg Sponholz bedauerte, dass Margarete Kranz nicht mehr als Bürgermeisterin kandidiert. "Vielleicht ist der Empfang der Schützen so etwas wie ein Abschiedsgeschenk an uns."
Den familiären Charakter des Empfangs schätzte Franz-Josef Wimmers, Ehrenpräsident der Dorfgemeinschaft Kelzenberg/ Mürmeln, der Walter und Hiltrud Finken sowie das neue Königspaar Jürgen und Petra Lemke begleitete. Das Kelzenberger Heimatfest pausierte ein paar Jahre. "So waren Finkens das am längsten amtierende Königpaar, nämlich von 2001 bis 2008", wusste Margarete Kranz. Umsiedler und den "harten Knochen" Peter Giesen lobte Tagebaudirektor Lutz Kunde. "Er bat nicht, sondern stellte Forderungen". Durch gegenseitigen Respekt sei die Umsiedlung Garzweilers und anderer Orte vorbildlich gelaufen, so dass er und die Combo gerne bei Schützen und Bruderschaften zu Gast sind.
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