Korschenbroich: Schützenoberst Erkes gründet "Zentrum"
VON RUTH WIEDNER - zuletzt aktualisiert: 20.02.2012Korschenbroich (RP). Nach Dormagen, Neuss und Kaarst will sie jetzt auch in Korschenbroich Fuß fassen: die Zentrumspartei. Dafür will sich Andreas Erkes (48) starkmachen.
Der selbstständige Spediteur aus Glehn – vielen als langjähriger Oberst im Glehner Schützenregiment bekannt – wurde bei der Gründungsversammlung zum ersten Vorsitzenden des neuen Stadtverbandes gewählt. Er wird von seinen Stellvertretern Thomas Stahn und Wolfgang Hübgens unterstützt. Komplettiert wird der neue Vorstand von Schatzmeisterin Annika Stahn und Schriftführerin Monika Ottaküthe. Alle kommen aus Kleinenbroich.
Welche Themen das Zentrum künftig in Korschenbroich aufgreifen wird, ließ Erkes im Gespräch mit der RP offen. "Wir sind noch in der Findungsphase." Er will für Anfang März zu einer Mitgliederversammlung einladen. "Dann werden wir gemeinsam die Marschroute festlegen. Sein Ziel steht aber schon fest. "Ich möchte, dass sich auch das Zentrum in Jüchen und Rommerskirchen formiert und wir so stark werden, dass wir bei der nächsten Kommunalwahl kreisweit in allen Kommunen antreten."
Die Deutsche Zentrumspartei – kurz "Zentrum" genannt – ist eine christlich-konservativ geprägte Partei, für die sich Erkes bereits seit zwei Jahren interessiert. Politische Erfahrung sammelte der 48-Jährige bereits in der Jungen Union. 1981 unterzeichnete der Glehner das Aufnahmeformular. Im Sommer 1989 kehrte er der Partei dann den Rücken zu. Der Grund: "Ich war mit der damaligen Kohl-Regierung unzufrieden."
Andreas Erkes ist in seiner Freizeit im Glehner Schützenwesen engagiert und wurde 1999 zum Oberst gewählt. Eine Interessenkollision schließt er rigoros aus: Für ihn sind das "zwei ganz unterschiedliche Paar Schuhe". Eine Mitgliederwerbung im Schützenverein wird es mit Andreas Erkes nicht geben:" Parteipolitik gehört absolut nicht in den Schützenverein."
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