Korschenbroich: Urkunden für Mini-Sportler
VON URSULA WOLF - zuletzt aktualisiert: 01.02.2010Korschenbroich (RPO). Auf den Fluren der Peter-Giesen-Halle wurde gedehnt und geprobt, damit beim Auftritt alles wie am Schnürchen lief. Zwischen Tanz und Akrobatik ehrte der Gemeindesportverband die Gemeindemeister.
Das Mini-Sportabzeichen ist keine offizielle Auszeichnung des Deutschen Sportbundes, sondern eine Jüchener Erfindung. "Wir versuchen so Kinder an die Grunddisziplinen Laufen, Springen und Werfen heranzuführen", erklärt Ralf Kriesemer Geschäftsführer des Gemendesportverbandes (GSV). Sandra Koglin, Vorstand und Übungsleiterin der SG Rot Weiß Gierath, hat die Übungen für Drei- bis Achtjährige konzipiert, die auf das große Sportabzeichen vorbereiten sollen. 39 Minisportler, der Jüngste noch mit Schnuller im Mund und bei Papa auf dem Arm, nahmen stolz die Urkunde aus den Händen des Vorsitzenden Heinz Kiefer entgegen.
Auch Bürgermeister bewegte sich
Zu den Ausgezeichneten zählte auch Bürgermeister Harald Zillikens, der mit 120 Sportlern am Aktionstag zum Deutschen Sportabzeichen "Jüchen bewegt sich" teilgenommen hatte. Zehn Vampire der SG Rot Weiß Gierath wirbelten auf ihren Einrädern über das Parkett. In Schwarz-Weiß und mit Hut balancierte der Nachwuchs des TV Jüchens zu den Klängen des Evergreens "New York New York" über die Holzbänke.
Bereits zum achten Mal traten die Damen des TV Bedburg in der Peter-Giesen-Halle auf. Judith Engels und die Jazz-Dance-Gruppe vom Gymnasium Jüchen boten fast schon professionelles Niveau. Sein Debüt gab Julian Müller, der mit roten und weißen Diabolos zu geheimnisvollen Klängen der Band Nirvana jonglierte. "Lampenfieber habe ich eigentlich nicht, aber wenn ein Diabolo fällt, werde ich nervös" gestand der 17 –jährige, der durch den Applaus des Publikums vom Aufgeben abgehalten wurde. "Ich trainiere weiter. Nächstes Jahr wird das sauber", versprach der Auszubildende.
Zu den erfahrenen Sportlern zählte auch bereits Simone Schiffer (15) vom TV Jüchen, die Schwimmerin hat fünf überörtliche Meisterschaften und drei Gemeindemeisterschaften gewonnen. Vom Schiedsrichter in der Fußballbundesliga zum Tischtennisspieler der Landesliga und Bezirksliga mutierte Karl Josef Assenmacher vom JTTC Hochneukirch. Der 62-Jährige wurde jetzt in Jüchen bereits zum fünften Mal geehrt. "Die Veranstaltung mit ihren tollen Programm ist einzigartig", lobte der frühere Bundesliga-Schiedsrichter die Veranstaltung des GSV. Dem schloss sich Madina Ankose von der Rhythmischen Sportgymnastik des TSV Bayer Leverkusen gern an. "Überall wird gespart, aber dass ein Verein in so einer kleinen Gemeinde solch eine gut organisierte Show auf die Beine stellt, das ist wirklich ungewöhnlich", meinte sie.
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