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Kleinenbroich: Zuhause für Demenz-Kranke

VON SABINE WOTZLAW - zuletzt aktualisiert: 19.02.2010

Kleinenbroich (RPO). Rund 3,8 Millionen Euro will die Diakonie in ein Wohn- und Pflegezentrum für Demenz-Kranke in Kleinenbroich investieren. Das Haus soll auf dem Holzkamp-Gelände direkt neben dem Seniorenzentrum Haus Tabita gebaut werden. Im Frühjahr 2012 sollen 44 Demenz-Kranke einziehen können.

Im Frühjahr 2012 soll das Pflegezentrum auf dem Holzcamp-Gelände fertig sein. Rainer Gerdau und die beiden Diakonie Vorstände Klaus Stolz und Bernd Gellrich (v.l.) wollen die Versorgung im Kreis Neuss ausbauen.  Foto: RPO
Im Frühjahr 2012 soll das Pflegezentrum auf dem Holzcamp-Gelände fertig sein. Rainer Gerdau und die beiden Diakonie Vorstände Klaus Stolz und Bernd Gellrich (v.l.) wollen die Versorgung im Kreis Neuss ausbauen. Foto: RPO

Auf dem Holzkamp-Gelände in Kleinenbroich soll ein Pflegezentrum für Demenz-Kranke gebaut werden. Im Frühjahr 2012 sollen die ersten Patienten einziehen können. "Der Bedarf steigt", sagt Rainer Gerdau, Einrichtungsleiter des Korschenbroicher Seniorenzentrums Haus Tabita. Mit steigender Lebenserwartung wachse auch das Risiko, an einer Demenz zu erkranken. Im Haus Tabita litten 80 Prozent der Bewohner unter einer leichten Demenz.

Versorgung ausbauen

"Mit dem Pflegezentrum in Kleinenbroich wollen wir die Versorgung im Kreis ausbauen", erzählt Diakonie Vorstand Bernd Gellrich. Das Pflegezentrum soll 44 Bewohnern auf zwei Etagen eine neue Heimat bieten. Die Bewohner sollen in vier Wohngruppen eingeteilt werden. 3,8 Millionen Euro soll das Haus, das direkt neben dem Seniorenzentrum Haus Tabita gebaut werden soll, kosten. Das Geld muss die Diakonie aufbringen. "Zuschüsse gibt es nicht", so Gellrich. Um das Pflegezentrum bauen zu können, will die Diakonie der Stadt Korschenbroich 2920 Quadratmeter Fläche abkaufen. "Wir haben Bürgermeister Heinz-Josef Dick unseren Antrag auf Grundstückserwerb vorgelegt", erzählt Gellrich. Dick wolle die Poltik demnächst über die Pläne informieren. Der Neubau, der aus der Vogelperspektive wie eine gestreckte Acht aussieht, sei ganz auf die Bedürfnisse der Bewohner ausgerichtet. "Das Gebäude ist architektonisch so angelegt, dass die Bewohner ihren Bewegungsdrang ausleben können", erzählt Gerdau. "Hell und freundlich soll die Einrichtung werden", ergänzt Gellrich. Es gebe Rundwege und zwei im Haus integrierte Lichthöfe, die die Bewohner als Gärten nutzen könnten.

Info

Haus Tabita

Was Das Haus Tabita ist Heimat für insgesamt 80 Bewohner, die bei der Bewältigung ihres täglichen Lebens Unterstützung benötigen.

Wie Das Haus gliedert sich in zwei Wohnbereiche mit jeweils vier Hausgemeinschaften und einem ,,geschützten Wohnbereich" für Menschen mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz.

Während im Seniorenzentrum Haus Tabita Menschen mit Demenz im frühen Stadium leben, soll sich das neue Wohn- und Pflegezentrum an Menschen mit mittelgradiger und schwerer Demenz richten. Im neuen Pflegezentrum sollen tagesstrukturierende Angebote gemacht werden: "Wäsche sortieren, kleine Vorbereitungsarbeiten, Spiele", erzählt Gerdau.

Im Haus Tabita würden die kognitiven Fähigkeiten trainiert. "Wir trainieren das Gedächtnis der dementen Bewohner, machen Bewegungsübungen und musikalische Angebote", so Gerdau. Mit dem Bau des Pflegezentrums soll zum Jahreswechsel 2010/2011 begonnen werden. "Im Frühjahr 2012 wollen wir fertig sein", erzählt Bernd Gellrich. Eine Kooperation mit dem Haus Tabita soll es geben. Allerdings sei das Pflegezentrum des Diakonischen Werkes ein eigenständiges Projekt.

Quelle: RP

 
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