Krefeld Pinguine: „Wir sind für jeden Cent dankbar“
VON OLIVER SCHAULANDT - zuletzt aktualisiert: 04.09.2008Wolfgang Schäfer ist bei den Pinguinen der Mann der Zahlen. Kein Wunder also, dass der Geschäftsführer gestern bei der obligatorischen Saisonpressekonferenz erst einmal mit ebensolchen aufwartete. Der Trainerstab ist mit dem neuen Chefcoach Igor Pavlov um 50 Prozent erneuert, beinahe genauso wie die Mannschaft, die neun Zugänge aufweist. Hundertprozentig neu ist die Position des Managers, die seit dem Abschied von Franz Fritzmeiers verwaist war.
Mit einem Etat von 4,1 Millionen Euro planen die Pinguine die anstehende Eiszeit. Rund 2,6 Millionen stammen aus Werbeeinnahmen, 1,3 Millionen aus zu erwartenden Zuschauereinnahmen und etwa 200 000 Euro aus Fernsehgeldern, erläuterte Schäfer gestern. An Zuschauern rechnen die Pinguine mit einem Schnitt von 3500, also weniger als in der Vorsaison. Auch die Anzahl der verkauften Dauerkarten ist um etwa 200 auf rund 900 zurück gegangen. „Das könnten ruhig mehr sein, aber in unserer Kalkulation haben wir das Budget damit erreicht“, sagte Schäfer, der allerdings zum Heimauftakt am Sonntag hofft, dass die Pinguine dann die 5000er Marke knacken können. Die Chancen dazu stehen nicht schlecht. Die Dauerkartenbesitzer haben eine so genannte Kumpelkarte für eine Begleitperson ihrer Wahl erhalten, zudem wurden 1200 Freikarten verteilt. Im Vorjahr besuchten 4400 Zuschauer das erste Heimspiel im König-Palast.
Für die Saison selbst sind zumindest derzeit noch keine besonderen Aktionen geplant, um mehr Zuschauer anzuziehen. „Vier-für-zwei-Aktionen“ seien momentan zumindest nicht geplant, wohl aber zwei SWK-Familientage (der erste ist bereits am Sonntag) und drei Spiele, an denen Sonderaktionen anstehen, zu denen Schäfer gestern aber noch nicht mehr verraten wollte.
Ob und wann die Pinguine auf dem Transfermarkt noch einmal zuschlagen werden, ist noch offen. „Wir bemühen uns noch um einen Spieler, haben ja auch noch eine Ausländerlizenz zu vergeben. Im momentanen Etat ist kein Geld für einen weiteren Spieler eingeplant, aber wir hätten zwei Sponsoren, die das Gehalt dann tragen würden“, sagte Schäfer. „Grundsätzlich aber sind wir für jeden Cent dankbar.“
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