Krefeld Pinguine: Bitteres Ende für Pinguine
VON H.-G. SCHOOFS - zuletzt aktualisiert: 13.09.2010Die Krefelder mussten sich Sonntagabend im Heimspiel gegen die DEG nach Verlängerung mit 4:5 geschlagen geben. 6011 Zuschauer sahen ein spannendes Derby mit vielen Höhepunkten. Schopper am Ellenbogen verletzt.
Statistik
Pinguine - DEG 4:5 (1:0, 2:2, 1:2; 0:1) n.V.
Pinguine: Langkow - Milo/Pavlikovsky, Trepanier/Albers, Akdag/Schopper, Kozhevnikov - Vasiljevs/Pietta/Blank, Verwey/Stephens/Hager, Riefers/Kelly/Endraß, Driendl,Tepper.
Schiedsrichter: Schimm (Waldkraiburg).
Zuschauer: 6011.
Tore: 1:0 (3:13) Stephens (Hager - 4:5), 1:1 (20:40) Fanton (Pokulok/Murphy), 1:2 (25:30) Reimer (Kreutzer/Bazany), 2:2 (32:52) Kelly (Driendl/Kozhevnikov), 3:2 (39:44) Vasiljevs (Blank/Pavlikovsky - 5:4), 3:3 (42:24) Courchaine (Holland/Pokulok - 5:4), 3:4 (45:16) Courchaine (Roach/James), 4:4 (45:39) Blank (Vasiljevs/Pietta), 4:5 (60:50) Hedlund (Roach/Kreutzer - 4:3).
Strafminuten: Krefeld 10, Düsseldorf 2+5+Spdz. Bleechy.
Bitteres Ende für die Pinguine im 73. DEL-Duell mit dem Erzrivalen DEG. In einem überaus spannenden und torreichen Match fehlte den Schwarz-Gelben am Ende das notwendige Glück. Nach 50 Sekunden der Verlängerung mussten sie sich mit 4:5 geschlagen geben. Dabei waren die Hausherren gegen Ende der regulären Spielzeit den drei Punkten viel näher gewesen als die Gäste. Daher ist der eine Zähler nur ein schwacher Trost für die KEV-Fans, die insgesamt dem dem Auftritt ihre Mannschaft zufrieden sein konnten.
Gardinenpredigt des Trainers
Obwohl die Pinguine am Freitag in München ihre Fans nicht gerade für das erste Saison-Derby zwischen den rheinischen Rivalen angelock hatten, waren die Ränge Sonntag sehr gut gefüllt. Trainer Adduono hatte seinen Schützlingen nach der schwachen Vorstellung an der Isar am Samstag kräftig den Marsch geblasen. So wütend wie am Freitag war der Kanadier nach einer Niederlage mit den Schwarz-Gelben noch nie gewesen. Sein Team nahm sich die Gardinenpredigt sichtlich zu Herzen. Albers übertrieb nach 94 Sekunden den Einsatzwillen ein wenig und musste auf die Strafbank. Gegen Kaufmann verhinderte Torwart Langkow die DEG-Führung.
Sekunden später luchste Hager an der roten Line Reimer die Scheibe ab. Er bediente den mitgelaufenen Stephens, der Torwart Aubin aus kurzer Distanz keine Abwehrchance ließ. Den Gegentreffer steckten die Gäste gut weg. Es entwickelte sich ein einseitiges Match, in dem die Krefelder im eigenen Drittel alle Hände voll zu tun hatten, den Ausgleich zu verhindern. Die größte Torchance hatte Pokulok, der aber an Langkow scheiterte (11.). Der KEV tauchte nur noch ganz selten im gegnerischen Drittel auf. Dabei hatte Torwart Aubin bei Schüssen von Daniel Pietta (15.) und Andreas Driendl (20.) wenig Mühe. Zu diesem Zeitpunkt war das Match für Schopper schon zu Ende, der sich am Ellenbogen verletzt hatte.
20 Sekunden waren im Mitteldrittel gespielt, da fiel der überfällige Ausgleich für die Gäste, die fortan weiter das Geschehen bestimmten. Und als die Krefelder Abwehr bei einem Gewühl vor dem eigenen Tor nicht im Bilde waren, brachte Reimer die DEG erstmals in Führung (26.). Sekunden später leistete sich Beechy einen Stockstich gegen Albers und wurde von Schiri Schimm unter die Dusche geschickt.
Bei ihrer fünfminütigen Überzahl brachten die Pinguine wieder mal nichts zustande, was ihre Fans mit einem Pfeifkonzert quittierten. Beinahe wäre dann sogar das 3:1 für Düsseldorf gefallen, doch Langkow war glänzend postiert. Fast im Gegenzug fiel der Krefelder Ausgleich. Kelly hatte einen Schuss von Kozhevnikov unhaltbar über die Linie gelenkt. Zwei Minuten vor der zweiten Pause musste ein Düsseldorfer auf die Strafbank. Und endlich gelang in Überzahl dank einer schönen Einzelleistung von Kapitän Vasiljevs ein Treffer.
Im Schlussdrittel hielt die Führung der Krefelder nicht lange. In Überzahl fälschte Courchaine einen Schlagschuss unhaltbar ab. Die Antwort der Pinguine dauerte nur Sekunden. Erst traf Pietta den Pfosten, dann Blank ins Schwarze. Der Rest war ein offener Schlagabtausch, bei dem Kelly, Blank und Stephens Großchancen zum Siegtreffer vergaben. Zu Beginn der Verlängerung musste Pavlikovsky auf die Strafbank. Das nutzten die Gäste durch Verteidier Hedlund eiskalt zum Sieg aus.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum
