Krefeld Pinguine: Die Pinguine kränkeln
VON H.-G. SCHOOFS - zuletzt aktualisiert: 17.11.2009Vor dem wichtigen Dreierpack gegen Iserlohn, Hamburg und Nürnberg kommt auf die medizische Abteilung der Schwarz-Gelben viel Arbeit zu. Marcel Noebles ist die Entdeckung des Wochenendes.
Wie wichtig am vergangenen Wochenende für die Pinguine der Heimsieg gegen Ingolstadt war, beweist der Blick auf die Tabelle. Denn ohne die Punkte hätten die Schwarz-Gelben am Sonntagabend die Rote Laterne in der Deutschen Eishockey-Liga übernommen. Zum Glück bestätigte sich nicht der traditionell schlechte Start der Krefelder nach einer Länderspiel-Pause. So bleiben der Führungsspitze in dieser Woche personelle Konsequenzen erspart.
Deutsche überzeugten
Dass die Pinguine in Mannheim mit leeren Händen das Eis verlassen mussten, hat in erster Linie mit gesundheitlichen Problemen zu tun. Denn trotz der Pause kränkeln einige Akteure. Mit Patrick Hager, Lynn Loyns, Philip Riefers und André Huebscher fehlte gleich ein ganzes Stürmer-Quartett. Daher stellten sich Charlie Stephens und Richard Pavlikovsky zur Verfügung, obschon sie stark angeschlagen waren und eigentlich passen wollten. Das ist für Herberts Vasiljevs auch der Grund, warum die Parade-Formation ziemlich wirkungslos blieb: "Es kann nicht sein, dass wir mit Minus drei vom Eis gehen."
Allerdings gab es am Sonntag auch Leistungsträger, die im Vollbesitz ihre Kräfte waren. Von Serge Payer und Rob Globke ging kaum Gefahr aus. An der Seite der beiden Ausländer ragte der junge Marcel Noebels heraus. Der 17-Jährige ist zweifelsohne die Entdeckung des vergangenen Wochenendes. Er mischte mit, als sei er schon immer dabei gewesen. "Mein Vorteil ist, dass ich die ganze Vorbereitung mit den Pinguinen absolviert habe. Die Mannschaft hat mich jetzt super aufgenommen. Es ist natürlich eine tolle Sache, wenn man sein Debüt in der DEL gleich an der Seite von zwei Ausländern geben kann." Aber auch die anderen Deutschen holten in Mannheim die Kohlen aus dem Feuer, vorne die Pietta-Reihe, hinten Sinan Akdag und David Cespiva. Lediglich Benedikt Schopper war die fehlende Spielpraxis noch anzumerken.
Auf die medizinische Abteilung kommt in dieser Woche eine Menge Arbeit zu. Denn den Pinguinen steht ein Dreierpack von großer Bedeutung ins Haus. Am Freitag gegen Iserlohn, Sonntag in Hamburg und heute in einer Woche gegen Nürnberg stehen lösbare Aufgaben auf dem Programm. Da besteht die große Chance, sich an Platz sechs heran zu arbeiten. Für Loyns (Schulterprellung) kommen diese drei Schlüsselspiele noch zu früh. Hager will heute auf dem Rad erste Belastungstests absolvieren. Letzte Woche bekam der Jung-Nationalspieler schon nach 30 Minuten vor dem Fernseher Kopfschmerzen. Huebscher (Knieprellung) muss noch genau untersucht werden. Riefers (Infektion am Finger) dürfte Freitag wieder einsatzfähig sein.
Obwohl der Boykott-Aufruf der Aktion "Pro Krefelder Eishockey" am Freitag nicht den ganz großen Erfolg verbuchte, lassen die Organisatoren nicht locker. Bereits gestern Abend gab es das nächste Treffen. "Natürlich bekommen wir solche Aktionen mit. Aber wir versuchen, uns nur auf Eishockey zu konzentrieren", sagte Roland Verwey, der Doppeltorschütze des Wochenendes. Es sei allerdings das "gute Recht" der Fans, ihren Unmut zu äußern.
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