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Krefeld Pinguine: Die Pinguine leben noch

VON H.-G. SCHOOFS UND JOSEF HERMANNS - zuletzt aktualisiert: 28.01.2012

Krefeld Pinguine (RP). Gestern im Auswärtsspiel in Nürnberg boten die Krefelder endlich mal wieder eine überzeugende Leistung. Vor 3817 Zuschauern präsentierte sich Torwart Langkow beim 2:0-Sieg in Topform. Vasiljevs und Verwey trafen.

Die 1:0-Führung der Pinguine durch Herberts Vasiljevs (Mitte), der hier mit den Assistenten Duncan Milory und Rok Ticar jubelt, hatte lange Bestand. Erst drei Minuten vor Schluss fiel die endgültige Entscheidung. Foto: ISPF

Eishockey Geht da in dieser Saison doch noch was für die Pinguine? Seit langer Zeit boten die Krefelder gestern im Auswärtsspiel bei den Nürnberg Ice Tigers wieder mal über 60 Minuten eine konstant gute Leistung und verließen als verdienter Sieger das Eis. Held des Abends war Scott Langkow, der wieder als Lebensversicherung der Krefelder maßgeblich am Erfolg beteiligt war und mit einem Shut-out belohnt wurde. Sollten die Schwarz-Gelben am kommenden Dienstag im Heimspiel gegen Iserlohn diese Leistung mit drei Punkten bestätigen können, besteht im Kampf um einen Pre-Play-of-Platz wieder ein wenig Hoffnung.

Transparent der KEV-Fans

Die knapp 20 mitgereisten Fans der Pinguine machten ihren Lieblingen auf einem Transparent deutlich, was sie an diesem Abend von ihrem Team erwarten: "KEV = Kampf, Emotionen, Vollgas." Das nahmen sich die Spieler in ihren weißen Auswärtstrikots zu Herzen und antworteten mit dem frühen Führungstreffer. Herberts Vasiljevs traf mit einem verdeckten Schuss ins lange untere Eck. Aber auch die Gastgeber, die neben Couinard auch noch auf den angeschlagenen Topscorer Stastny verzichten mussten, gaben anfangs Vollgas. Torwart Scott Langkow verhinderte gegen Fischhaber, Pollock und Frosch den Ausgleich. Das Match stand bis zur ersten Pause auf einem sehr guten Niveau. Dabei waren die Pinguine die bessere Mannschaft und überstanden Strafen gegen Langkow und Andi Driendl.

Info

So spielten sie

Nürnberg - Krefeld 0:2 (0:1, 0:0, 0:1)

Pinguine: Langkow - Trepanier/Dück, Milo/Pavlikovsky, Akdag/Robar - Hager/Driendl/Verwey, Mehot/Pietta/Blank, Vasiljevs/Ticar/Milroy, Endraß/Ondrus/Shvidki.

Schiedsrichter: Brüggemann (Hemer).

Zuschauer: 3817.

Tore: 0:1 (4:30) Vasiljevs (Ticar/Milroy), 0:2 (57:16) Verwey (Hager/Verwey).

Strafminuten: Nürnberg 4 +10 Oblinger, Krefeld 8.

Nächstes Spiel: Krefeld - Iserlohn (Di. 31.1., 19.30 Uhr).

Auch zu Beginn des Mitteldrittels waren die Gäste mit einem Mann weniger auf dem Eis. Doch wieder funktionierte das Unterzahlspiel des KEV sehr gut. Sekunden vor Ablauf der Strafe musste erstmals auch ein Nürnberger auf die Strafbank. Aber daraus schlugen die Krefelder kein Kapital. Das Spiel war fortan nicht mehr ganz so interessant, weil die Ice Tigers defensiver agierten als im ersten Drittel und sich dadurch jetzt auf beiden Seiten wenig Torchancen ergaben. Bei den Ice Tigers hatte Bayda Pech mit einem Lattenschuss (24.). Die größte Krefelder Einschussmöglichkeit vergab Boris Blank, als er alleine auf Ehelechner zu lief, aber am Nürnberger Torwart scheiterte (35.). Brenzlig wurde er für die Schwarz-Gelben eine Minute später in Unterzahl, als Langkow schon geschlagen war, aber seine Vorderleute sich in die Schüsse von Aab und Kemp warfen.

Die Ice Tigers kamen nach der zweiten Pause mit geschärften Krallen aufs Eis zurück. Zunächst spielte sich das Geschehen hauptsächlich mit Krefelder Drittel ab. Die Pinguine wehrten sich allerdings sehr gut. Und da Torwart Langkow wieder ganz der Alte war, brannte nicht viel an. In der 53. Minute verhinderte der Kandier mit einer Riesentat den Ausgleich, als er den Puck auf dem Weg ins Tor mit der Fanghand so gerade eben noch um den Pfosten lenkte.

Der erste sehenswerte Angriff der Pinguine im Schlussdrittel führte zur Entscheidung. Roland Verwey traf nach schöner Vorarbeit von Patrick Hager mit einer Direktabnahme in den Tigers-Käfig. 110 Sekunden vor dem Ende nahm Nürnbergs Trainer Draisaitl Torwart Ehelechner vom Eis. Doch den Sieg - und besonders Langkows Shut-out - ließen sich die Krefelder nicht mehr nehmen.

Quelle: RP

 
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