Krefeld Pinguine: Ehrenbergers Notruf an Schulz
VON H.-G. SCHOOFS - zuletzt aktualisiert: 04.12.2007Für das heutige Heimspiel gegen die Sinupret Ice Tigers aus Nürnberg stehen den Krefeld Pinguinen nur neun Angreifer zur Verfügung. Der Trainer ist nun auf der Suche nach einem deutschen Stürmer und einem ausländischen Verteidiger. Patrick Hager bei der U20.
Die Pinguine gehen am Stock! Gerade mal neun Stürmer stehen für das heutige Heimspiel (19.30 Uhr) gegen die Sinupret Ice Tigers aus Nürnberg zur Verfügung. Zu den verletzten Angreifern meldete sich am Sonntag nach dem Spiel auch noch Patrik Hager ab, der sich seit gestern mit der U20-Nationalmannschaft auf die WM in Bad Tölz vorbereitet. „Ein tolle Sache für den Jungen, die wir ihm auch nicht nehmen wollen und können“, sagte Jiri Ehrenberger gestern nach dem Training.
Auch Huebscher zur WM?
Eigentlich sollte sich auch Andre Huebscher gestern auf den Weg nach Bad Tölz machen. Doch Ehrenberger konnte U20-Trainer Ernst Höfner davon überzeugen, dass der Youngster erst am Mittwoch für das Testspiel gegen Japan anreisen muss. Danach entscheidet sich, ob Huebscher zum WM-Kader gehört. Angesichts dieser Personalnot richtete der Krefelder Trainer gestern einen Notruf an Wolfgang Schulz, den Aufsichtsratsvorsitzenden der KEV Pinguine GmbH. Denn Ehrenberger möchte neben einer Ausländerlizenz, die er jetzt für einen Verteidiger opfern will, einen deutschen Stürmer verpflichten. „Herr Schulz hat mir signalisiert, dass dies machbar sei.“
Gespräche laufen
Bei den Planungen für die kommende Saison wollen die Pinguine zunächst die Verträge mit den deutschen Spielern unter Dach und Fach bringen. Daher laufen die Gespräche mit den Beratern von Blank, Pietta und Martinovic. Verwey, Hager, Kunce und Huebscher besitzen Verträge über die Saison hinaus.
Die Suche nach einer Verstärkung für die Abwehr gestaltet sich weitaus schwieriger als die nach einem ausländischen Stürmer. Auch mit deutschen Angreifern ist die Straße nicht gerade gepflastert. Ehrenberger hat bereits mit Hendrik Hölscher Kontakt aufgenommen, dessen Vertrag bei der DEG Ende Oktober nicht verlängert worden war. Um die Tiefe des Kaders zu verbessern, wäre der Routinier sicher geeignet und stünde sofort zur Verfügung. Allerdings hat der Coach noch zwei oder drei andere Deutsche im Auge. Viel Zeit können sich die Verantwortlichen jedenfalls nicht leisten. Sollte Huebscher tatsächlich noch auf den WM-Zug springen und Ryan Ramsay auch noch am kommenden Sonntag für das Heimspiel gegen Augsburg nicht zur Verfügung stehen, blieben dem Trainer nur noch acht Angreifer. Der Kanadier leidet unter einer Muskelverletzung im Rücken.
Auch wenn die Vorzeichen für die Schwarz-Gelben vor dem dritten Saisonduell mit den Nürnbergern alles andere als günstig sind, glaubt Ehrenberger weiter an sein Team: „Die Jungs werden sich wieder reinhängen. Es macht derzeit viel Spaß, mit dem Team zu arbeiten. Es ist schade, dass die Spieler am Sonntag in Frankfurt für ihre Arbeit nicht belohnt worden sind. Das wäre Doping für die Köpfe gewesen. Ich hoffe, dass unsere Fans die Leistungen des Teams anerkennen und uns gegen Nürnberg unterstützen.“ Das heutige Heimspiel zählt zu der Aktion „2 bezahlen, 4 sehen“, für die insgesamt 700 Karten verkauft wurden.
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