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Krefeld Pinguine: Gruseliger Penaltysieg der Pinguine

VON H.-G. SCHOOFS - zuletzt aktualisiert: 31.10.2009

Die Mannschaft von Trainer Martin Jiranek enttäuschte gestern im Heimspiel gegen die Hamburg Freezers über weite Strecken und konnte froh sein, dass zwei Punkte in Krefeld blieben. Gut 300 KEV-Fans verließen beim Anpfiff die Nordtribüne. Provinz-Posse um die Ärzte wurde fortgesetzt.

Eishockey Im Kellerduell der Deutschen Eishockey-Liga stand den Pinguinen am Ende das Glück zur Seite und verhalf den Hausherren zu einem 3:2-Erfolg nach Penaltyschießen. Ansonsten ließen die Schwarz-Gelben im achten Heimspiel viele Wünsche offen und passten sich auf dem Eis der schlechten Stimmung im Umfeld an.

Ersatz-Mediziner besorgt

Zunächst fand vor dem Spiel die Provinz-Posse um die Krefelder Mannschafts-Ärzte eine bühnenreife Fortsetzung. Der von Jiri Ehrenberger angeforderte Mediziner aus dem Stab der Iserlohn Roosters steckte im Stau. Hals über Kopf besorgte der Sportliche Leiter einen Ersatzmann, der den Spielbericht unterzeichnete. Um 19.15 Uhr erschien dann auch noch der Arzt der Roosters. Zu diesem Zeitpunkt stand Ehrenberger mit zitternden Händen im Kabinengang und war nicht ansprechbar.

In der Halle herrschte am Halloween-Vorabend eine gruselige Atmosphäre. Die Ränge waren so leer wie noch nie vor einem Heimspiel. Die KEV-Fans machten ihre angekündigte Protest-Aktion wahr. Zunächst schallten laute "Ehrenberger-Raus-Rufe" durch die Arena. Vor dem ersten Bully verließen gut 300 Fans die Nordtribüne. Gleichzeitig wurde ein Transparent mit der Aufschrift "Wir machen Platz für neue Strukturen, es ist 5 vor 12" ausgerollt.

Zu der neuen Posse um die Ärzte passte der Auftakt. Bereits nach 27 Sekunden musste Scott Langkow nach einem blitzsauberen Angriff der Freezers den Puck aus seinem Kasten holen. Die Pinguine ließen sich durch den frühen Rückstand nicht entmutigen. Allerdings war ihnen der Druck, dieses Spiel unbedingt gewinnen zu müssen, anzumerken. Sie konnten froh sein, dass Pielmeier seine Großchance zum 2:0 vergab (14.). Als zum zweiten Mal ein Hamburger in der Kühlbox saß, staubte Charlie Stephens zum Ausgleich ab. Nicht Mal zwei Minuten später brachte Endraß die Krefelder in Führung, als er schneller reagierte als zwei Freezers.

Das Mitteldrittel war noch ärmer an Höhepunkten als die ersten 20 Minuten. Die Hausherren versäumten in Überzahl nachzulegen (25.). Dafür hätte Richard Pavlikovsky beinahe in Unterzahl getroffen (30.). Vier Minuten später verbuchte die neuformierte dritte Reihe ihre erste Torchance. Doch Rob Globke scheiterte an Torwart Pelletier. In der 36. Minute hatten die KEV-Fans, die immer wieder ihre "Ehrenberger-Raus-Rufe" losließen, den Torschrei auf den Lippen. Patrick Hager tauchte in Überzahl frei vor Pelletier auf, zielte aber genau auf den Goalie. Die Gäste strahlten bis zur zweiten Pause nur einmal Gefahr aus, als Aab mit einem Bauerntrick sein Glück versuchte. Aber Langkow war gut postiert.

Auch im Schlussdrittel konnten sich die Zuschauer nicht wirklich an diesem Match erfreuen. Die Gäste nutzten ihre zweite Überzahl mit einem schön herausgespielten Treffer zum Ausgleich. Danach ergaben sich für beide Mannschaften nur noch wenige Möglichkeiten, in der regulären Spielzeit für die Entscheidung zu sorgen. Die größten vergaben für Krefeld Hager und Verwey, für Hamburg Loppi und Karalathi. Auch in der Verlängerung konnten beide Teams ihre Chancen nicht nutzen. Das Penaltyschießen gewannen erstmals in dieser Saison die Pinguine. Vasiljevs und Pavlikovsky trafen.

Quelle: RP

 
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