Krefeld Pinguine: Höhenangst?
VON H.-G. SCHOOFS - zuletzt aktualisiert: 09.10.2008Die Krefeld Pinguine empfangen heute im TV-Spiel des elften DEL-Spieltages die Hannover Scorpions. Die beiden Stürmer Boris Blank und Philip Riefers fallen weiter aus. Kartennachfrage ist mäßig.
„Haben einige Journalisten Höhenangst?“, fragte Igor Pavlov gestern scherzhaft in die Runde, weil zur wöchentlichen Pressekonferenz der Pinguine nur die Hälfte der normalerweise anwesenden Medienvertreter im König-Palast erschienen war. Ob es seinen Spielern an der Tabellenspitze schwindelig wird, will der Trainer in den acht Begegnungen bis zur Länderspielpause herausfinden: „Dann weiß ich, ob wir uns da oben wohlfühlen oder das nichts für uns ist.“
Lösbare Aufgabe
Die ersten Eindrücke wird Pavlov heute bekommen, wenn seine Schützlinge ab 19.30 Uhr auf die Hannover Scorpions treffen. Auf dem Papier eine lösbare Aufgabe, zumal die Niedersachsen in dieser Saison besonders auswärts bis auf einen Sieg keine Bäume ausreißen konnten. Da sich jetzt noch das Verletzungspech dazu gesellte (Innenbandanriss bei Dan Lambert), wurde in dieser Woche der schwedische Verteidiger Oscar Ackeström (bisher Göteborg) verpflichtet.
Damit seine Spieler den Gegner nicht unterschätzen und die eventuelle Höhenangst überwinden können, hat Pavlov am Dienstag vor dem Training eine Marschroute festgelegt: „Natürlich bleiben, nicht abheben, nicht zufrieden sein, die gute Laune behalten und im Training hart und hochkonzentriert arbeiten.“
Während der Coach bisher vor jedem Match betonte, dass seine Mannschaft ihr Spiel spielen müsse, hat er seine Taktik für heute erstmals nach dem Gegner ausgerichtet: „Hannover hat einen außergewöhnlichen Trainer und eine außergewöhnliche Mannschaft, die ganz anderes Eishockey praktiziert als alle anderen. Die Scorpions betonieren sich an der eigenen blauen Linie ein. Damit wir diese Mauer durchbrechen können, müssen wir mit viel Tempo die Scheibe laufen lassen.“ Die Stürmer sollen schon vor dem gegnerischen Drittel mit Pucks gefüttert werden. Dass seine Verteidiger beim Sturm auf die Zach-Mauer ihre Defensivaufgaben vernachlässigen könnten, glaubt Pavlov nicht: „Wir werden unseren Aufbau etwas verändern. Und wenn unser linker Außenstürmer hinten bleibt, kann eigentlichnichts passieren.“
Die personelle Lage der Pinguine ist unverändert. Philip Riefers und Boris Blank fallen weiter aus. Letzterer trainierte gestern zwar mit, ging allerdings Zweikämpfen aus dem Weg. „Wir brauchen Boris gegen Hannover nicht unbedingt. In Kassel wäre es zu gefährlich für ihn, weil die Huskies sehr körperbetont spielen. Wir geben ihm noch zehn Tage Zeit“, sagte der Trainer. So bleibt der 17-jährige „Benni“ Proyer aus dem DNL-Team des KEV vorerst im Kader der Pinguine. Entsprechend werden die Reihen des Berlin-Spiels nicht verändert. Dagegen wird es auf den Rängen anders, nämlich leerer aussehen. Die Kartennachfrage für das erste TV-Spiel der Pinguine hielt sich in Grenzen.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum
