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Krefeld Pinguine: Jiraneks Stuhl wackelt stark

VON H.-G. SCHOOFS - zuletzt aktualisiert: 25.11.2009

Dienstag unterlagen die Krefeld Pinguine den Nürnberg Ice Tigers mit 1:2. Vor der Saison-Minuskulisse von nur 2032 Zuschauern riss bei den Hausherren nach 30 Minuten der Faden. Der Trainer muss jetzt um seinen Job bangen.

Hadert mit der Chancenverwertung: Martin Jiranek.  Foto: KN
Hadert mit der Chancenverwertung: Martin Jiranek. Foto: KN

30 Minuten lang erweckten die Pinguine den Eindruck, als wollten sie ihr elftes Heimspiel unbedingt gewinnen. Sie kämpften um jeden Puck und setzten die Gäste aus dem Frankenland unter Druck. Was fehlte, waren die notwendigen Treffer. Danach verfielen die Schwarz-Gelben wieder in ihren alten Trott. Nichts lief mehr zusammen. Ob nach dieser siebten Niederlage auf eigenem Eis die Uhr für Trainer Martin Jiranek abgelaufen ist, wird sich heute entscheiden. Der erhoffte Neuanfang nach der Entlassung von Manager Jiri Ehrenberger, dem Sieg in Hamburg und der Rückkehr der Teamärzte endete bereits gestern schon wieder.

Strafe nach 27 Sekunden

Die Stimmung in der Krefelder Mannschaftskabine war vor dem Match sehr gut. Das lag in erster Linie an der Rückkehr von Teamarzt Martin Wazinski. Viele Spieler hatten ihn bereits am Montag angerufen und ihre Freude über das Comeback des Mediziners ausgedrückt. Auf dem Eis war es dann mit der guten Stimmung schnell vorbei. Roland Verwey musste bereits nach 27 Sekunden in die Kühlbox. Die Überzahl nutzten die Nürnberger zur Führung. Das schockte die Pinguine allerdings nicht. Es entwickelte sich ein Spiel auf ein Tor. Fast im Minutentakt scheiterten die Hausherren an Torwart Ehelechner. Gäste-Coach Brockmann konnte es nicht mehr mit ansehen und nahm in der 12. Minute seine Auszeit. Kurz darauf kamen die Pinguine erstmals in Überzahl, konnten Ehelechner allerdings nicht unter Druck setzen. In der 18. Minute kassierte Patrick Hager eine Strafzeit. Vor Wut knallte er die Bandentür zu. Dabei ging eine Scheibe zu Bruch. Schiedsrichter van Gammeren schickte beide Teams vorzeitig zum Pausentee.

Hagers Scherben brachten zunächst Glück. Denn als es wieder los ging, überstanden die Pinguine ihre zweite Unterzahl und glichen kurz nach dem Seitenwechsel aus. Am langen Pfosten drückte Boris Blank nach Zuspiel von Richard Pavlikovsky mit der Schlägerspitze die Scheibe über die Linie (22.). Die Hausherren setzten sofort nach. Marcel Noebels und André Huescher vergaben innerhalb von wenigen Sekunden die Führung. Nach einer halben Stunden riss der Faden bei den Schwarz-Gelben. Die Nürnberger tauchten jetzt häufiger vor Torwart Scott Langkow auf, der gegen Ask den erneuten Rückstand verhinderte (35.). In der letzten Minute des Mitteldrittels kam der KEV nochmal in Überzahl, blieb aber harmlos.

Im Schlussdrittel wurde das Match immer zerfahrener. Allan Rourke vergab in Unterzahl eine der wenigen Torchancen der Pinguine. Auf der anderen Seite rettete Langkow gegen Ask in höchster Not. Die ersehnte Führung fiel auch nicht, als die Pinguine zum dritten Mal in Überzahl waren. Stattdessen rutschte Jim Fahey an der Mittellinie aus. Savage eilte auf und davon. Er bediente den mitgelaufenen Ask, der Langkow keine Abwehrchance ließ. Pech hatte der emsige Noebels drei Minuten vor Schluss mit einem Pfostenschuss. Die Nürnberger kassierten noch eine Bankstrafe. Zusätzlich nahm Trainer Jiranek Langkow vom Eis. Doch der Ausgleich gelang nicht mehr.

Quelle: RP

 
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