Krefeld Pinguine: Pinguine erwarten bissige Haie
VON H.-G. SCHOOFS - zuletzt aktualisiert: 10.09.2009Heute steigt mit dem Heimspiel der Pinguine gegen die Kölner Haie der erste Höhepunkt der neuen Eiszeit. Trainer Martin Jiranek hat alle Spieler an Bord und erwartet ein hartes Kampfspiel. Tabellenführung ist in Sicht.
Gerade mal zwei Spieltage alt ist die neue DEL-Saison, da steigt heute um 19.30 Uhr im König-Palast gleich eins der insgesamt vier Heimspiele gegen die rheinischen Rivalen Düsseldorf und Köln.
Zum ersten Festtag für die KEV-Fans kreuzen die Pinguine mit den Haien die Schläger. Zu der gewohnten Rivalität, die meist für viel Feuer unterm Hallendach sorgt, erfährt das Match durch die Rückkehr von Krefelds Ex-Trainer Igor Pavlov als Coach der Kölner Haie zusätzliche Brisanz.
Hartes Forechecking
Man darf gespannt sein, wie die schwarz-gelben Anhänger ihren in der letzten Spielzeit geschätzten und gefeierten Pavlov nach dem ganzen Hickhack um dessen geplatzten Wechsel nach Russland heute empfangen werden. Verzeihen sie ihm den Wechsel zum rheinischen Rivalen vom Dom?
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Bilder vom Spiel gibt es am Freitag bei RP ONLINE.
Poster von der Mannschaft werden nach dem Spiel von der RP im Foyer des KöPa verteilt.
Nachfolger Martin Jiranek interessierte gestern nur, wie die Haie unter Pavlov auftreten werden: "Die Kölner spielen mit einem harten Forechecking, da müssen wir sofort bereit sein. Ich erwarte insgesamt einen harten Kampf." Ansonsten kennt der neue Krefelder Trainer seinen Berufskollegen nur vom gemeinsamen A-Schein-Trainerlehrgang: "Igor hat auf mich einen sehr netten Eindruck gemacht."
Nettigkeiten werden heute auf dem Eis sicher nicht ausgetauscht. Beide Teams können sich mit einem Sieg zumindest für eine Nacht an die Tabellenspitze setzen.
Das ist am Anfang einer Saison besonders für die Psyche sehr wertvoll. Jiranek glaubt nicht, dass sein Team nach dem tollen Erfolg über Mannheim seiner Sache heute zu sicher ist: "Im Training war zu spüren, wie sehr sich die Spieler auf das Match konzentrieren. Sie werden die ersten Minuten sicher nicht verschlafen." Ferner setzt der Coach auf die geschlossene Mannschaftsleistung gegen Mannheim: "Wir haben bei unserer Teamsitzung darüber gesprochen, dass wir mit unserem Zusammenspiel sehr erfolgreich sein können."
Als "Luxusproblem" bezeichnete Jiranek gestern die personelle Situation: "Ich habe nicht genug Arbeitsplätze. Mir fällt es sehr schwer, einem der 13 Stürmer sagen zu müssen, dass er gegen Köln nicht so viel Eiszeit bekommt." Patrick Hager rückt für den am letzten Sonntag gesperrten Herberts Vasiljevs von Reihe eins in Reihe drei.
Bei den Haien herrschte gestern große Zuversicht. "Der Sieg über Kassel hat uns zu der mentalen Stärke verholfen, die wir gegen Krefeld brauchen", sagte Pavlov. Allerdings drückte der zweifache Torschütze Ullmann nach dem 5:1 über die Huskies auf die Euphoriebremse: "Wir sind noch in der Findungsphase, denn wir spielen ganz anders als letzte Saison. Wir kämpfen und geben nie auf. Das ist das neue Haie-Gesicht." Wie schwer die Kölner zu stoppen sind, zeigt, dass sie in zwei Spielen schon 21 Mal (!) in Überzahl waren. Das ist für die DEL rekordverdächtig.
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