Krefeld Pinguine: Pinguine: Fabels Machtwort
VON H.-G. SCHOOFS - zuletzt aktualisiert: 29.10.2009 - 10:00Der ehemalige Generalbevollmächtigte der KEV Pinguine GmbH trat nach der gestrigen Gesellschafter-Versammlung als Sprecher des Aufsichtsrates vor die Presse und versuchte die Wogen zu glätten. Die Posten von Trainer und Manager stehen noch nicht zur Disposition.
Was wären die Krefeld Pinguine ohne Wilfrid Fabel? Gestern bemühte sich der ehemalige Generalbevollmächtigte der GmbH, den durch den Ärzte-Skandal entstandenen Image-Schaden so gut wie es geht zu beheben. Der Politiker und Rechtsanwalt vertrat gestern seine Ehefrau, Mit-Gesellschafterin der GmbH, bei der Gesellschafter-Versammlung und übernahm bei der anschließenden Pressekonferenz die Rolle des Aufsichtsrats-Sprechers.
"Vermisse die Leidenschaft"
Fabel machte zunächst ganz deutlich, dass die Verantwortlichen mit der sportlichen Entwicklung "überhaupt nicht zufrieden" sind: "Wir haben die Mannschaft gehalten und gedacht, alles wird noch besser. Aber das Gegenteil ist eingetroffen." Er vermisse bei den Spielern die Leidenschaft und die Begeisterung der letzten Saison. Das wirke sich negativ auf die Zuschauerzahlen aus: "Wenn das so bleibt, müssen wir reagieren.
Hager angeschlagen
Patrick Hager bekam gestern beim Training einen Schlagschuss von Sinan Akdag gegen seinen rechten Fuß und musste vorzeitig in die Kabine. Benedikt Schopper hatte Dienstag kurz mit dem Team trainiert. Gestern war nicht auf dem Eis, sondern zur Abschlussuntersuchung im Krankenhaus.
Ein Bauernopfer wird es aber nicht gehen. Trainer und Sportlicher Leiter sitzen in einem Boot. Beide müssen was ändern. Wir vertrauen ihnen, dass sie das schaffen." Viel Zeit bleibt Martin Jiranek und Jiri Ehrenberger nicht mehr. Fabel nannte den 31. Dezember als Deadline. Allerdings gab er zu erkennen, dass dies nur ein fiktiver Termin ist. Auch die Mannschaft nahm er in die Pflicht: "Unser Aufsichtsrats-Vorsitzender wird mit einigen Spielern in einem deutlichen Englisch Einzelgespräche führen."
Zum Thema Ärzte-Skandal beteuerte Fabel erneut, dass in der Abwicklung Fehler gemacht wurden, die hausgemacht sind: "Ich hätte das im Nachhinein anders geregelt." Ein Zurück gibt es führ ihn aber nicht: "So wie das gelaufen ist, ist keine Zusammenarbeit mit den bisherigen Ärzten mehr möglich. Das würde für noch mehr Probleme sorgen und so der GmbH schaden. Dass der Fall für Differenzen zwischen den Gesellschaftern sorgte, wollte Fabel nicht bestätigen: "Wir arbeiten seit 1995 freundschaftlich zusammen. Natürlich sind wir nicht immer der gleichen Meinung. Aber wer versucht, einen Keil zwischen uns zu schlagen, wird das nicht schaffen."
Er bedauert, dass der Aufsichtsrats-Vorsitzende Wolfgang Schulz persönlich in der Öffentlichkeit stark angegriffen worden sei: "Das ist nicht in Ordnung. Ich als Politiker kann damit umgehen, er als Unternehmer aber nicht. Herr Schulz und Herr Borgmann stecken ein Schweinegeld in die Pinguine."
Welcher Mannschaftsarzt morgen an der Bande steht, ist unklar. Geplant ist eigentlich Dr. Dietmar Alf oder Dr. Nico Jüsten, die eine Gemeinschaftspraxis betreiben. Letzterer ist auch Geschäftsführer der City-Ambulanz, die derzeit mit der Stadt Krefeld einen Rechtsstreit um die Lizenz führt. Das bereitete Fabel gestern Bauchschmerzen: "Diese Sache würde unserer öffentlichen Darstellung schaden."
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