Krefeld Pinguine: Pinguine gehen am Stock
VON H.-G. SCHOOFS - zuletzt aktualisiert: 09.02.2010Nach der Niederlage beim Tabellenletzten Kassel Huskies beträgt der Rückstand auf Platz zehn wieder vier Punkte. Für den Endspurt nach der Olympia-Pause ist mehr Personal in Sicht. Heute treffen sich die Gesellschafter.
Eishockey Ziemlich angefressen verließ Rick Adduono am Sonntag die Eissporthalle in Kassel. "Wir haben nicht einfach genug gespielt. Vor dem dritten Tor der Huskies hatten wir die Scheibe unter Kontrolle und hätten sie nur herausspielen müssen", sagte der Trainer der Krefeld Pinguine. Seine Spieler verließen die Arena mit hängenden Köpfen und waren ungewohnt wortkarg. Auf die Frage, wo heute das Problem war, zuckte Benedikt Schopper nur mal kurz mit den Schultern. Zu tief saß bei den Pinguinen nach der 2:6-Niederlage beim Tabellenletzten der Stachel der Enttäuschung. Sie wussten selbst am besten, dass sie drei der fünf Bonuspunkte aus den Spielen gegen Berlin und Düsseldorf wieder verspielt hatten. Damit bleibt der Weg in die Pre-Play-offs weiter ein Weg der kleinen Schritte.
Angesichts der gravierenden Personalprobleme gehen die Schwarz-Gelben am Stock und sehnen sich nach der Olympia-Pause. Doch bis dahin stehen noch zwei richtungweisende Begegnungen auf dem Programm. Freitag in Iserlohn und Sonntag zu Hause gegen Mannheim geht es gegen direkte Mitkonkurrenten um einen Pre-Play-off-Platz. Die Aussichten, dabei wieder einen Schritt nach vorne zu machen, sind ziemlich gering. Besonders der Ausfall von Kapitän Herberts Vasiljevs, der sich ab heute mit der lettischen Nationalmannschaft auf das olympische Turnier in Vancouver vorbereitet, wiegt schwer. Dazu ist Allan Rourke Freitag im Hexenkessel vom Seilersee gesperrt. Eventuell besteht ein wenig Hoffnung, dass Verteidiger Jim Fahey seine Schulterverletzung bis dahin einigermaßen auskuriert hat. Ansonsten würden gleich vier Ausländer in der Abwehr fehlen.
Nach Olympia stehen noch neun Punktspiele auf dem Programm. Dabei treten die Pinguine fünfmal auswärts (Ingolstadt, Frankfurt, Köln, Straubing, Berlin) und viermal zu Hause (Straubing, Augsburg, Wolfsburg, Kassel) an. Sollte sich das Lazarett bis dahin gelichtet haben, ist das Erreichen der Pre-play-offs weiter ein realistisches Ziel. Neben Fahey sollen auch Patrick Hager und Richard Pavlikovsky für den Endspurt zur Verfügung stehen.
Welche Ziele die Verantwortlichen der KEV Pinguine GmbH verfolgen, soll sich heute herausstellen, wenn sich die Gesellschafter zum zweiten Mal innerhalb von einer Woche treffen. Nachdem das erste Meeting für die Öffentlichkeit ergebnislos abgebrochen worden war, rechnen Insider im zweiten Anlauf mit Fakten, da einer der wichtigsten Protagonisten (Wolfgang Schulz) bereits morgen in Urlaub fahren soll. Kluge Entscheidungen sind dringend erforderlich. Schließlich drängt die Zeit. Personelle Fragen (Aufsichtsrats-Vorsitz, neue Gesellschafter, Trainer, Manager, Spieler) müssen beantwortet und wirtschaftliche Probleme gelöst werden.
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