Krefeld Pinguine: Pinguine heiß auf Eis
VON H.-G. SCHOOFS UND JOSEF HERMANNS - zuletzt aktualisiert: 27.07.2009Heute beginnt für die Krefelder Eishockey-Cracks in der Rheinlandhalle Teil eins der Vorbereitung auf die neue DEL-Saison. Bis zur Abreise in Trainingslager nach Füssen will der neue Trainer Martin Jiranek mit seinen Schützlingen hauptsächlich Kondition tanken.
Der Applaus der Fans dürfte den Pinguinen sicher sein, wenn sie heute um 9.30 Uhr in der altehrwürdigen Rheinlandhalle erstmals in der neuen Saison das Krefelder Eis betreten. Denn die erfolgreiche Spielzeit 2008/09 ist bei den treuen Anhängern der Schwarz-Gelben sicher noch in bester Erinnerung. Bis es am 6. August ins Trainingslager nach Füssen geht, wird in der Heimat kräftig Kondition getankt. Fast jeden Tag gehts zweimal aufs Eis. Dazwischen stehen noch Einheiten im Kraftraum auf dem Trainingsplan.
Die Schnelligkeit fördern
Während Jiraneks Vorgänger Igor Pavlov seine Schützlinge oft bis zu zwei Stunden über das Eis jagte, bevorzugt der neue Cheftrainer kurze, aber intensive Einheiten. "Schnelligkeit ist ein wichtiger Bestandteil unseres Spiels. Das gilt auch im Training. Je länger die Übungen dauern, um so langsamer werden die Spieler", sagt Jiranek. Der 39-jährige Kanadier will neben der Konditionsarbeit bereits hier und da am taktischen Gerüst der Mannschaft feilen. Von einem festgelegten System will der ehemalige Torjäger nichts wissen: "Was nutzt mir ein System, wenn ich dafür nicht die entsprechenden Spieler habe. Ferner werden wir je nach Gegner unsere Spielweise ändern."
Am Wochenende standen für die Pinguine medizinische Checks im Helios Klinikum und Leistungstests im Uerdinger St. Josef-Krankenhaus bei Mannschaftsarzt Dr. Martin Wazinski auf dem Programm. Ohne den Werten vorgreifen zu wollen, hinterließen die Schwarz-Gelben einen fitten und gesunden Eindruck. Dies ist natürlich auch ein Ergebnis des intensiven Sommertrainings. "Ich fühle mich sehr gut. Die Einheiten im Sommer waren anders als im Vorjahr. Wir haben jetzt viel Wert auf die Verbesserung der Schnelligkeit gelegt", sagte gestern Roland Verwey. Sein Stürmer-Kollege Boris Blank sprach von einem sehr abwechslungsreichen Trockentraining.
Jetzt sind die Pinguine richtig heiß auf Eis und sind gespannt, was sich Trainer-Neuling Jiranek hat einfallen lassen, um die Mannschaft in die Erfolgsspur bringen zu können.
Besonders Michael Endraß freut sich, dass er nach seiner schweren Gesichtsverletzung aus dem letzten Play-off-Spiel gegen die DEG wieder uneingeschränkt trainieren kann. "Ich habe beim letzten Match schlecht aufgehört und Pech gehabt. Aber jetzt will ich wieder angreifen", sagte der junge Stürmer, der letzte Saison zu den positiven Überraschungen im Team zählte. Sinan Akdag und Andreas Driendl haben im Sommer sichtlich Kraft getankt und an Muskelmasse zugelegt. Auch Danijel Kovacic kehrte mit einem gestählten Körper aus Rosenheim zurück. Seine Laune war allerdings nicht so toll. Er hatte sich auf einen Lehrgang in Füssen nur für Torhüter unter der Leitung von Ex-Nationaltorhüter Peppi Heiß angemeldet. Doch der Lehrgang wurde dann kurzfristig abgesagt.
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