Krefeld Pinguine: Pinguine im "Endspiel"-Rausch
VON H.-G. SCHOOFS - zuletzt aktualisiert: 06.02.2012Krefeld Pinguine (RP). Die Krefelder gewannen gestern ihr Heimspiel gegen den EHC München mit 2:1 und fuhren erstmals in dieser Saison vier Siege in Folge ein. 4405 Zuschauer mussten am Ende um den Erfolg gegen die Bayern zittern.
Eishockey So langsam aber sicher dürfen die KEV-Fans einen Blick auf die Termine für die Pre-Play-off-Spiele werfen. Denn die Pinguine rutschten gestern im Heimspiel gegen den EHC München mit einem 2:1-Erfolg auf den elften Tabellenplatz. 4405 Zuschauer sahen zwar keine Glanzvorstellung der Schwarz-Gelben, doch am Ende zählte nur der Sieg gegen einen direkten Konkurrenten in diesem spannenden Kampf um einen Pre-Play-off-Platz. Wegen der Länderspielpause (6. bis 13.2.) müssen die Krefelder ihren "Endspiel-Rausch" bis zum 14. Februar unterbrechen. Dann steigt im König-Palast gegen die Kölner Haie das nächste "Endspiel".
Gedenkminute für Carrie Selivanov
Der Derby-Sieg in Düsseldorf wirkte für viele Fans wie ein Appetithappen. Denn kurz vor Spielbeginn standen bei bitterer Kälte noch lange Menschen-Schlangen vor den Kassen. Die bekamen die Gedenkminute für Carrie Selivanov nicht mit. Heute vor einer Woche war die Ehefrau des ehemaligen Pinguine-Torjägers im Alter von nur 43 Jahren nach einem Magendurchbruch gestorben.
spielten sie
Krefeld - München 2:1 (1:0, 1:1, 0:0)
Pinguine: Langkow - Trepanier/Dück, Milo/Pavlikovsky, Akdag/Robar - Endraß/Driendl/Verwey, Mehot/Pietta/Blank, Vasiljevs/Ticar/Milroy, Shvidki/Ondrus/Zerressen.
Schiedsrichter: Jablukov (Berlin).
Zuschauer: 4405.
Tore: 1:0 (16:53) Milroy (Trepanier/Ticar - 5:4), 2:0 (28:31) Blank (Akdag/Methot), 2:1 (32:49) Ulmer (Wrigley/Wichert).
Strafminuten: Krefeld 18+10 Ondrus, München 20+10 Cespiva +10 Dietrich.
Wer dachte, die Krefelder würden nach drei Siegen in Folge wie die Feuerwehr loslegen, wurde enttäuscht. Es entwickelte sich ein Match ohne große Höhepunkte. Beide Teams blieben in der Anfangsphase bei einer Überzahl blass. Die erste Chance des Spiels hatte Buchwieser, der an Torwart Scott Langkow scheiterte (9.). Die Hausherren taten sich beim herausspielen klarer Torchancen schwer. Für den gesperrten Patrick Hager wurde Verteidiger Pascal Zerressen zum Stürmer umfunktionierte. Die Gäste hatten bei ihrer dritten Überzahl eine Großchance. Dabei scheiterte Buchwieser an Langkow. Als die Pinguine zum dritten Mal mit einem Mann mehr auf dem Eis waren, fälschte Duncan Milroy einen Schlagschuss von Pascal Trepanier zur Führung ab (17.). Sekunden vor der ersten Pause hatte Langkow Glück, als ein Schuss von Schneider gegen den Pfosten knallte. In den ersten Minuten des zweiten Drittels waren die Münchner dem Ausgleich dreimal sehr nahe. Sturm zielte vorbei und Schymainski drüber. Beim Versuch von Buchwieser war Langkow zur Stelle. Beim ersten sehenswerten Spielzug der Pinguine im zweiten Durchgang sorgte Boris Blank für das 2:0. Kurz darauf waren die Krefelder für 80 Sekunden mit zwei Spielern mehr auf dem Eis, verpassten dabei aber die Riesenchance, einen komfortablen Vorsprung heraus zu schießen. Stattdessen gelang den Bayern der Anschlusstreffer, als Langkow am kurzen Pfosten bei einem Schuss von Ulmer patzte und den Puck durch die Hosenträger bekam. Wie beim Boxen kamen sich die Zuschauer in der 39. Minute vor, als sich Ben Ondrus und der ehemalige Krefelder David Cespiva mit den Fäusten gegenüber standen. Einen Sieger gab es nicht, dafür je eine 2+2+10-Minutenstrafe.
Bei zwei Überzahlspielen vergaben die Hausherren im Schlussdrittel die Vorentscheidung und mussten dann bis zum Schluss mächtig um den Sieg zittern. Doch sie überstanden drei Unterzahlspiele. Einmal verpasste Schymainski am langen Pfosten nur um Millimeter den Puck. Als Münchens Torwart Reimer 80 Sekunden vor Schluss das Eis verließ, stemmten sich die Pinguine mit Mann und Maus mit Erfolg gegen den Ausgleich.
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