Krefeld Pinguine: Pinguine im Tabellenkeller
VON H.-G. SCHOOFS - zuletzt aktualisiert: 19.10.2009Die Krefelder kassierten gestern Abend in Augsburg bereits ihre neunte Saisonniederlage. Vor 3160 Zuschauern ließen sie erneut zu viele klare Torchancen aus. Grönvall schied verletzt aus.
Eishockey Fassungslos standen die gut 70 mitgereisten KEV-Fans gestern Abend auf den Rängen des Augsburger Eisstadions und mussten mit ansehen, wie ihr Team im zweiten Drittel von den Panthern vernascht wurden. Dabei konnten sie ihren Lieblingen nicht mal den Willen absprechen. Doch die Gastgeber waren in allen Belangen einen Tick besser. Nach der neunten Saison-Niederlage sind die Schwarz-Gelben endgültig im Tabellenkeller der DEL angekommen.
Bei ungemütlichen Temperaturen entwickelte sich in dem an drei Seiten offenen Stadion ein heißes Match. Beide Teams hielten sich nicht lange in der neutralen Zone auf. So gab es auf beiden Seiten reichlich Torchancen. Die Pinguine knüpften dabei gleich nahtlos an die mangelnde Chancen-Auswertung der letzten Spiele an. Ausgerechnet Boris Blank, der als Topscorer seines Teams eigentlich noch genug Selbstvertrauen haben müsste, schoss nach 120 Sekunden am leeren Tor vorbei. Auch der Pfosten stand den Schwarz-Gelben wie am Freitag wieder im Weg, als Richard Pavlikovsky von Herberts Vasiljevs schön freigespielt worden war (9.). Zum Glück nutzten die Gäste dann wenigstens die erste Überzahl des Spiels. Patrick Hager staubte nach Pietta-Schuss ab.
Die Hausherren gaben nun mächtig Gas. Scott Langkow verhinderte gegen Ryan den Ausgleich. Im Gegenzug vergab Lynn Loyns leichtfertig das 2:0. Das sollte sich rächen. Die Krefelder Abwehr geriet immer mehr unter Druck. Und binnen 31 Sekunden drehten die Panther mit einem Doppelschlag das Match. Weitere 60 Sekunden später jubelte der Panther-Anhang schon wieder. Doch Schiri Jablukov erkannte den Treffer wegen Torraumabseits nicht an. Zu diesem Zeitpunkt war Neuzugang Janne Grönvall schon nicht mehr einsatzfähig. Der Finne musste kurz vor Drittel-ende mit Verdacht auf Gehirnerschütterung in die Kabine. Da Sebastian Schwarz gestern für Landshut in Bemerhaven spielte, mussten die Schwarz-Gelben nur noch mit fünf Verteidigern auskommen.
Der zweite Abschnitt begann wie der erste. Blank hatte einen Treffer auf dem Schläger, traf aber den Pfosten. Auf der Bank herrschte allgemeines Kopfschütteln. Nach Hälfte des Spiels wurden die Panther immer bissiger und nutzten eine Strafe gegen Vasiljevs zum 3:1. So sehr sich die Pinguine auch mühten, das Geschehen an sich zu reißen, einfach nichts wollte gelingen. Und als der Schiri eine Strafe gegen Sinan Akdag anzeigte, erhöhte Oliver auf 4:1. Damit war die Messe für die Krefelder gelesen. Die Panther spielten jetzt wie im Rausch. Als Roland Verwey auf der Strafbank saß, musste sich Langkow erneut geschlagen geben.
Für die Nummer eins im Krefelder Tor war der Arbeitstag damit zu Ende. Im Schlussdrittel stand erstmals in dieser Saison Danijel Kovacic zwischen den Stangen. Ferner nutzte Jiranek die letzten 20 Minuten zu Experimenten und baute drei der vier Sturmreihen um. Zu einem Treffer langte es aber nicht. Augsburgs Murphy musste nach Stockstich gegen Hager vorzeitig unter die Dusche musste (57.).
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