Krefeld Pinguine: Pinguine kämpfen DEG nieder
VON H.-G. SCHOOFS - zuletzt aktualisiert: 06.02.2010 - 11:15Dank einer großartigen kämpferischen Leistung bezwangen die Krefelder am Freitag Abend im König-Palast den rheinischen Rivalen DEG verdient mit 2:0. Stephens und Vasiljevs trafen. Dritter Shut-out für Torwart Langkow. Sonntag sind die Pinguine in Kassel zu Gast.
72 Stunden nach ihrem Triumph über den Deutschen Meister Berlin sorgten die Pinguine Freitagabend erneut für einen Paukenschlag und bezwangen den Tabellenzweiten DEG mit 2:0. 7191 Zuschauer sahen im König-Palast ein packendes, spannendes und faires Derby.
Dabei kauften die Schwarz-Gelben mit ihrem stark dezimierten Team dem rheinischen Rivalen mit Leidenschaft und unbändigem Willen den Schneid ab. Die Krönung war der dritte Shut-Out von Torwart Scott Langkow, der in überragender Form war.
Play-off-Stimmung
Erstmals in dieser Saison war der König-Palast fast ausverkauft. Die Stimmung vor dem ersten Bully erinnerte an die tollen Play-off-Schlachten zwischen beiden Teams im vergangenen März. Die Pinguine knüpften nahtlos an die starke Vorstellung beim Berlin-Spiel an und nahmen mit viel Einsatzwillen und Kampfgeist sofort das Heft in die Hand. Die erste große Einschussmöglichkeit hatten allerdings die Gäste, als Torwart Scott Langkow einen schönen Schuss von Reimer meisterte (4.).
Das Geschehen vor dem Düsseldorfer Tor war bis zur ersten Pause ein Spiegelbild der ersten 20 Minuten gegen die Eisbären. Doppelt so viele Schüsse wie beim Gegner standen für die Schwarz-Gelben zu Buche. Die KEV-Fans auf der ausverkauften Nordtribüne hatten mehrfach den Torschrei auf den Lippen. Daniel Pietta vergab innerhalb von wenigen Sekunden zweimal die Führung (12.).
Auch Boris Blank scheiterte freistehend an Torwart Aubin (16.). Die DEG, die auf Harrington und Bazany verzichten musste, hatte bis dahin wenig zu bieten. Selbst in Überzahl, wo die Düsseldorfer sehr gefährlich sind, kam nur Reimer einmal frei zum Schuss, zielte aber genau auf Torwart Langkow.
Die Gäste ließen zu Beginn des Mitteldrittels auch ihr zweites Überzahlspiel verpuffen. Danach ging wieder die Post Richtung Düsseldorfer Tor ab. Herberts Vasiljevs verpasste am langen Pfosten ein Zuspiel von Pietta (28.).
Eine Minute später zog Neuzugang Michail Kozhevnikov von der blauen Linie ab. Sein Schuss prallte auf den Schläger von Michael Endraß ab, der an Aubin scheiterte. Den zweiten Abpraller setzte Charlie Stephens in die Maschen. Nur einmal hatten die Gäste bis zur zweiten Pause die Möglichkeit zum Ausgleich. Joseph wartete mit seinem Nachschuss so lange, bis Langkow am Boden lag, schob die Scheibe aber knapp am langen Pfosten vorbei. Kurz vor Drittelende hatte Pietta das 2:0 auf dem Schläger, scheiterte aber an Torwart Aubin.
Zwei Minuten nach Wiederbeginn war der Puck nach einem Schuss von Vasiljevs vorbei an Aubin auf dem Weg ins Tor. Doch die Scheibe blieb am Schlittschuh von Verteidiger Holzer hängen. Dann musste Rob Globke wegen Spielverzögerung auf die Strafbank. Dabei verhindere Langkow gegen Joseph den Ausgleich. Den Pinguinen gingen jetzt langsam die Kräfte aus. Endraß rettete in höchster Not gegen den einschussbereiten McDonald (51.).
Eine Minute später fiel die Vorentscheidung. Blank legte hinter dem DEG-Tor auf Pietta, der mit der Rückhand Vasiljevs bediente. Der stand frei vor Aubin und hob die Scheibe in die Maschen. Der Torschütze und seine beiden Assistenten hüpften vor Freude auf dem Eis. So sehr sich die Gäste auch noch mühten, den Anschlusstreffer erzielen, mussten sich die KEV-Fans keine Sorgen mehr machen. Als Torwart Aubin das Eis vorzeitig verlassen hatte, wurde Blank von Holzer unfair attackiert. So war dann Sekunden vor Schluss doch noch die erste Strafe gegen die DEG fällig.
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