Krefeld Pinguine: Pinguine: Langkow rettet Sieg
VON H.-G. SCHOOFS - zuletzt aktualisiert: 06.01.2010Der Krefelder Torwart war gestern Abend gegen Wolfsburg im ersten Heimspiel der Schwarz-Gelben im neuen Jahr. der überragende Mann auf dem Eis. Beim 6:5-Erfolg wirkte das Team von Trainer Adduono müde.
Eishockey Auch wenn Scott Langkow gestern im König-Palast fünf Gegentreffer kassierte, war er alleine der Garant dafür, dass die Heimpremiere der Pinguine in 2010 nicht daneben ging. Seine Vorderleute wirkten 52 Stunden nach dem schweren Auswärtsspiel in Berlin ziemlich müde und verließen als glücklicher Sieger das Eis.
Zuckerpass von Sinan Akdag
Die Wolfsburger gaben sofort nach dem Auftaktbully zu erkennen, warum sie derzeit zu den Top-Sechs-Teams der DEL zählen. Krefelds Torwart Scott Langkow bekam gleich reichlich Arbeit und entschärfte Schüsse von Magowan und Hospelt. Nach fünf Minuten musste mit Patrick Hager zum ersten Mal ein Spieler auf die Strafbank. Die Gäste drängten gerade auf die Führung, als Sinan Akdag im eigenen Drittel an den Puck kam und Boris Blank mit einem Zuckerpass auf die Reise schickte. Letzterer enteilte Alavaara und schoss Torwart Reimer die Scheibe durch die Schoner ins Netz. Die Wolfsburger schockte der Gegentreffer bei eigener Überzahl nicht. Sie machten weiter Druck und hatten reichlich Gelegenheit, den Ausgleich zu erzielen. Doch Langkow war stets auf den Hut. Nur in der 20. Minute war der Krefelder Goalie ohne Abwehrchance, als Höhenleitner aus kurzer Distanz frei zum Schuss kam. Die Pinguine hatten bis dahin nichts zu bestellen. Vom Feuerwerk, dass sie am Abend vor Silvester gegen Hannover im ersten Drittel gezündet hatten, waren nicht mal mehr Funken zu sehen.
Trainer Adduono wird in der Pause sicher laut geworden sein. Jedenfalls zeigte sein Team zu Beginn des Mitteldrittels mehr Biss. Herberts Vasiljevs scheiterte wenige Sekunden nach Wiederbeginn an Torwart Reimer. Dann waren die Krefelder erstmals in Überzahl. Blank wurde am langen Pfosten schön freigespielt und brachte sein Team mit seinem zweiten Treffer des Abends in Führung. Das war es aber schon für die Schwarz-Gelben. Die Grizzlys übernahmen wieder das Kommando und glichen drei Minuten später schon wieder aus. Sie drängten auf die Führung, bissen sich aber an Scott Langkow die Zähne aus. Reihenweise machte die Nummer eins der Pinguine Großchancen der Gäste zu nichte. Allein die Rettungstat gegen Ulmer (36.) war das Eintrittsgeld wert. Zwischenzeitlich hatte Trainer Adduono die Kräfte auf drei Sturmreihen gebündelt. Das brachte wenig ein. So fiel die erneute Krefelder Führung wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Ein Schuss von Hager lenkte Verteidiger Rekis mit seiner Kufe vor den Schläger von Roland Verwey. Der zog sofort ab und traf ins Schwarze.
Im Schlussdrittel erwischten die Gäste den besseren Start und glichen durch Hospelt aus. Doch nur 53 Sekunden später stellte Vasiljevs mit seinem 12. Saisontreffer den alten Abstand wieder her. Aber auch dieser schnelle Gegentreffer schockte die Wolfsburger nicht. Langkow stand weiter im Brennpunkt des Geschehens und war ter in überragender Form.
Bei einem der wenigen guten Angriffe der Hausherren staubte Michi Endraß nach Hagers toller Energieleistung ab und sorgte erstmalsfür eine Zweitore-Führung (50.). Und als die Gäste ihre dritte Strafzeit abbrummten, legte Verwey schön für Stephens auf, der Reimer keine Abwehrchance ließ. Die Pinguine machten es nochmal spannend und fingen sich zwei unnötige Gegentore ein. Torwart Langkow war nachher so sauer, dass er seine Fanghand vor Wut gegen die Kabinenwand schleuderte.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum
