Krefeld Pinguine: Pinguine: Marsters kommt, Maloney geht
VON H.-G. SCHOOFS - zuletzt aktualisiert: 31.01.2008Sehr gute Torhüter gewinnen Spiele. Jüngstes Beispiel dafür war am Dienstag Rob Zepp von den Eisbären, der im Spiel gegen die Pinguine 29 von 31 Schüssen abwehrte. Er machte an diesem Abend den Unterschied zwischen beiden Teams aus. So ein Goalie fehlte den Schwarz-Gelben bisher. Ob allerdings Nathan Marsters, den die Schwarz-Gelben gestern vom österreichischen Erstligisten HC Graz 99ers bis zum Saisonende verpflichteten, in die Gilde der DEL-Toptorhüter aufrücken kann, muss der am Montag 28 Jahre alt gewordene Kanadier noch beweisen. Vielleicht schon heute im Auswärtsspiel in Hamburg. Denn sollte bis zum Auftaktbully die Spielgenehmigung vorliegen, wird Marsters im Tor stehen.
Bereits am vergangenen Freitag hatte unsere Zeitung Marsters als Kandidaten für die letzte Ausländerlizenz der Pinguine vorgestellt. Seitdem waren sich die Verantwortlichen aber nicht einig, ob man einen Torwart oder einen Stürmer verpflichten sollte. Jiri Ehrenberger favorisierte am Montag einen neuen Mann fürs Tor. „Ich gehe davon aus, dass wir nach der Länderspielpause vier Sturmreihen aufbieten können. Da sichere ich mich lieber mit einem weiteren Torwart ab“, sagte der Trainer gestern.
Marsters´ Werdegang verspricht nicht gerade Wunderdinge. 2000 wurde er von den Los Angeles Kings gedraftet, spielte dann aber hauptsächlich in der AHL für Portland und in der ECHL für Augusta und Wheeling. Die Fangquoten des Hünen (1,93 m) waren durchschnittlich. Anfang Januar kam er nach Graz, wo er in fünf Spielen bei 179 Schüssen elf Tore kassierte (93,85%). Für die Pinguine ist Marsters auf dem Weg in die Play-offs ein neuer Hoffnungsträger. Reto Pavoni ist nach wie vor umstritten, sogar innerhalb der eigenen Mannschaft. Danijel Kovacic genießt eine Menge Sympathien, besitzt aber für die heiße Phase der Saison nicht genug Erfahrung. Schade für den 20-Jährigen, dass er jetzt wohl keine Spielpraxis mehr sammeln kann.
Vasiljevs wieder an Bord
Da Ryan Ramsay nach seiner dritten Zehnminuten-Strafe gegen Berlin heute gesperrt ist, kann Ehrenberger froh sein, dass Herberts Vasiljevs gestern mit in den Mannschaftsbus stieg. Der Kapitän soll Ramsays Platz zwischen Patrick Hager und Brian Maloney einnehmen. Letzterer verlässt die Pinguine nach Saisonende und wechselt zu den Straubing Tigers. Auch Ramsay wird wohl kaum zu halten sein. Andere DEL-Clubs und Vereine aus der Schweiz locken mit lukrativen Verträgen. Es ist leider immer das alte Lied. Die Pinguine graben gute Kanadier aus, die dann nach einer Saison dem Ruf des Geldes folgen.
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