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Krefeld Pinguine: Pinguine: Nerven liegen blank

VON H.-G. SCHOOFS - zuletzt aktualisiert: 26.01.2012

Krefeld Pinguine (RP). Die Krefelder strahlten Mittwoch beim Training nicht gerade große Zuversicht aus. Während Alexander Dück wegen Leistenproblemen passen musste, mischte sein Verteidiger-Kollege Lawrence Nycholat auf dem Eis wieder mit.

Krefelds Kapitän Herberts Vasiljevs (Nr. 23) konnte gestern über die Gerüchte über ihn nur lachen. Er will seinen Vertrag bei den Pinguinen erfüllen.  Foto:  Raiko Gayk
Krefelds Kapitän Herberts Vasiljevs (Nr. 23) konnte gestern über die Gerüchte über ihn nur lachen. Er will seinen Vertrag bei den Pinguinen erfüllen. Foto: Raiko Gayk

Vor einem Jahr schwebten die Pinguine auf Wolke sieben und waren auf dem besten Wege, sich das Heimrecht für das Play-off-Viertelfinale zu sichern. Jetzt befinden sie sich im Tal der Tränen, dem sie bis zum Ende der Hauptrunde nur noch schwer entfliehen können. Bis zur Länderspielpause (6. -13. Februar) stehen noch vier ihrer 13 restlichen Duelle auf dem Programm. Unter normalen Umständen könnten dabei in Nürnberg und Düsseldorf sowie auf eigenem Eis gegen Iserlohn und München zwölf Punkte herausspringen. Doch derzeit vermitteln die Schwarz-Gelben nicht gerade das Gefühl, das Ruder nochmal entscheidend rumreißen zu können.

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Pietta führt weiter

Dreiviertel der Hauptrunde haben die Pinguine hinter sich. Daniel Pietta führt nach wie vor die interne Scorerliste mit 37 Punkten an. Er erzielte bisher die meisten Treffer (13) und gab auch die meisten Vorlagen (24). In der Plus-Minus-Statistik hat Verteidiger Pascal Trepanier mit -16 den schlechtesten Wert.

Langkow kontra Adduono

Dass Trainer und Spieler mit der sportlichen Lage höchst unzufrieden sind, ist verständlich. Schließlich saßen die meisten Akteure vor einem Jahr mit auf Wolke sieben. Dazu zählt auch Scott Langkow, der maßgeblich am Erreichen des vierten Platzes beteiligt war. An dem 36-jährigen Torhüter sind die letzten Wochen nicht spurlos vorüber gegangen. Sein Nervenkostüm scheint ein wenig ramponiert zu sein. Zuletzt legte sich der Kanadier immer häufiger mit den Schiedsrichtern an. Am Dienstag rastete er im Training aus und beschimpfte Trainer Rick Adduono, weil dieser per Pfiff das Kommando zum Schusstraining gab, obwohl Langkow noch nicht bereit war. Auch sonst liegen die Nerven im Lager der Schwarz-Gelben ziemlich blank. Das ist in den Gesichtern der Spieler und beim Training deutlich zu erkennen. Alexander Dück gehörte gestern nicht dazu, der wegen Leistenbeschwerden pausieren musste. Dafür nimmt Lawrence Nycholat (!) seit Dienstag wieder am Mannschaftstraining teil.

Adduono, der gestern 57 Jahre alt wurde, bedankte sich nach dem Training bei den Medienvertretern für deren Glückwünsche zum Geburtstag. Zum Feiern war ihm aber nicht zumute: "Ich werde mir noch zwei Videos von Spielen unseres kommenden Gegners anschauen." Das sind morgen die Nürnberg Ice Tigers, die ihre vergangenen drei Heimspiele, darunter gegen Berlin und Mannheim, gewannen. Auch auf dem Transfermarkt sorgen die Franken derzeit für Schlagzeilen und gehen auf große Einkaufstour. Allerdings nicht zu Schnäppchenpreisen. Patrick Reimer von der DEG soll in den kommenden drei Jahren zusammen 500 000 Euro verdienen. Youngster Marco Nowak wurde mit einem Zweijahresvertrag (200 000 Euro) von der DEG losgeeist. Weitere Düsseldorfer Spieler (Kaufmann, James) stehen auf der Nürnberger Wunschliste. Dass die Ice Tigers auch schon ihre Fühler weiter rheinabwärts in Krefeld ausgestreckt haben sollen, ist ein Gerücht. "Alles Quatsch. Ich habe hier noch einen Vertrag bis 2013 und will zusehen, dass ich in der nächsten Saison wieder ganz der Alte bin", erklärte gestern Herberts Vasiljevs, der in Nürnberg schon als Neuzugang gehandelt wurde.

Quelle: RP/url


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