Krefeld Pinguine: Pinguine ringen Iserlohn nieder
VON H.-G. SCHOOFS - zuletzt aktualisiert: 01.02.2012Krefeld Pinguine (RP). Die Krefelder gewannen Dienstagabend im König-Palast vor 3052 Zuschauern das wichtige "Endspiel" gegen die Roosters mit 4:3. Methot erzielte den 100. Saisontreffer der Schwarz-Gelben. Pietta war der Matchwinner.
Der Kampf um die Pre-Play-off-Plätze spitzt sich weiter zu. Die Krefeld Pinguine gewannen gestern Abend ihr Heimspiel gegen Iserlohn und kamen damit bis auf fünf Zähler an den Tabellenzehnten aus dem Sauerland heran. 3052 Zuschauern sahen ein von Taktik geprägtes Match, in dem die Hausherren zunächst effektiver mit ihren Torchancen umgingen.
Nach einer 3:0-Führung machten sie es gegen kampfstarke Roosters selber nochmal spannend. Doch Topscorer Daniel Pietta sorgte mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend für den knappen Erfolg seiner Mannschaft.
Bundestrainer anwesend
Trotz des Sieges in Nürnberg und der Bedeutung des Duells gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf um Platz zehn waren die Ränge mäßig besetzt. Da die Gäste 300 Fans mitgebracht hatten und auch Bundestrainer Jakob Kölliker anwesend war, gab es keinen Saison-Zuschauer-Minusrekord. Die gekommen waren, sahen deutliche selbstbewusster und spielstärker auftretende Pinguine als in den vergangenen Heimspielen.
So spielten sie
Krefeld - Iserlohn 4:3 (1:0, 2:1, 1:2)
Pinguine: Langkow - Trepanier/Dück, Milo/Pavlikovsky, Akdag/Robar - Hager/Driendl/Verwey, Mehot/Pietta/Blank, Vasiljevs/Ticar/Milroy, Endraß/Ondrus/Shvidki.
Schiedsrichter: Piechaczek (Ottobrunn), Schukies (Herne).
Zuschauer: 3052.
Tore: 1:0 (14:05) Methot (Verwey /Trepanier - 5:4), 2:0 (32:17) Pavlikovsky (Milroy/Ticar), 3:0 (33:07) Pietta (Methot / Trepanier), 3:1 (36:34) Ardelan (York/Wolf), 3:2 (43:18) Hock (Hommel/Blanchard), 3:3 (46:59) York (Wörle), 4:3 (50:57) Pietta,
Strafminuten: Krefeld 8, Iserlohn 16.
Sie verfolgten akribisch die Marschroute ihres Trainers, den schnellen Weg zum Tor zu suchen, ohne die Defensive zu vernachlässigen. Ähnlich war die Taktik der Roosters. So gab es auf beiden Seiten gute Einschussmöglichkeiten, die allerdings beide Torhüter vor keine allzu großen Probleme stellten. So musste das zweite Überzahlspiel der Pinguine für das erste Tor hinhalten. Ein Schlagschuss von Pascal Trepanier prallte von der rechten Schiene von Torwart Caron genau auf den Schläger von Francois Methot. Der konnte den Puck seelenruhig in die Maschen heben (15.). Das war der 100. Saisontreffer der Krefelder.
Die Iserlohner kamen Sekunden vor der ersten Pause zu ihrer ersten Überzahl, die sie nach Wiederbeginn nicht zum Ausgleich nutzen konnten. Die Gastgeber ließen danach zwei weitere Überzahlspiele ungenutzt. Das hätte sich fast gerächt, als Torwart Scott Langkow bei einem Alleingang von Spina das 1:1 verhinderte (31.). Zwei Minuten später erkämpfte sich Rok Ticar hinter dem Gästetor den Puck, der über Duncan Milroy zu Richard Pavlikovsky kam.
Der "König" bedankte sich am langen Pfosten mit dem Treffer zum 2:0. Und es kam nur 50 Sekunden später noch viel besser. Mit einem tollen Kunststück drückte Pietta die Scheibe um den pfosten herum über die Torlinie. Kurz darauf verließ Gäste-Torwart Caron verletzt das Eis und verschwand in die Kabine. Für ihn kam Siekmann zu seinem zweiten Saisoneinsatz. Seine Anwesenheit weckte bei den Pinguinen Leichtsinn, den die Roosters zu ihrem ersten Treffer ausnutzten (37.). Das gab den Gästen nochmal Auftrieb. Und da sich die Krefelder ihrer Sache im Schlussdrittel zu sicher waren, stand es plötzlich 3:3. Zunächst schlug ein Abpraller unglücklich hinter Langkow ein, dann traf York mit einem Drehschuss.
Die Pinguine gerieten aber nicht ins Schwimmen, sondern drängten auf die erneute Führung. Die besorgte Pietta in ähnlicher Manier wie seinen ersten Treffer. Weil die Hausherren anschließend erneut ein Überzahlspiel nicht zur Vorentscheidung nutzten, blieb es bis zum Schluss spannend. Bereits 176 Sekunden vor dem Ende nahm Trainer Mason Torwart Siekmann vom Eis. Die Pinguine bekamen kaum noch die Scheibe aus dem eigenen Drittel, aber die Roosters zum Glück auch nicht mehr ins Tor der Krefelder.
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