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Krefeld Pinguine: Pinguine schnuppern Play-off-Luft

VON H.-G. SCHOOFS - zuletzt aktualisiert: 15.01.2010

Die Krefelder bezwangen Donnerstagabend im König-Palast den Tabellendrittel ERC Ingolstadt vor nur 2136 Zuschauern verdient mit 2:1. Die Schwarz-Gelben mussten nur in den Schlussminuten um den Heimerfolg zittern. Lynn Loyns und Patrick Hager am Knie verletzt.

Die Krefeld Pinguine kassierten eine 1:3-Niederlage.  Foto: Siegfried Wensierski
Die Krefeld Pinguine kassierten eine 1:3-Niederlage. Foto: Siegfried Wensierski

Mit einem hart erkämpften Sieg zogen die Pinguine nach Punkten mit dem Tabellenzehnten Iserlohn gleich und schnuppern nach langer Zeit mal wieder echte Play-off-Luft. Vor nur 2136 Zuschauern verdienten sich die Schwarz-Gelben mit viel Leidenschaft, Einsatzwillen und Tempo den Erfolg. Allerdings wurden die drei wichtigen Zähler teuer erkauft. Lynn Loys zog sich Ende des zweiten Drittels eine Knieverletzung zu und wurde ins Krankenhaus gebracht. Der gerade von einer Schulterverletzung genesene Stürmer droht wieder länger auszufallen. Auch Patrick Hager musste nach Spielende mit Verdacht auf Knieverletzung ins Hospital. Auch ihm droht eine Pause.

Fast ein neuer Minusrekord

Auf den Rängen war es kurz vor Spielbeginn so leer, dass es nach einem neuen Saison-Minusrekord roch. Doch beim Auftaktbully waren es dann noch 104 Zuschauer mehr als Ende November beim Heimspiel gegen Nürnberg (2032). Die Pinguine versuchten sofort, das Heft in die Hand zu nehmen. Allerdings verlief ihre erste Überzahl total harmlos. Die Führung besorgte Daniel Pietta. Zunächst war er mit einem Rückhandschlenzer an Torwart Pätzold gescheitert. Sein Nachschuss fand aber den Weg ins lange untere Eck (6.). Das war sein achter Saisontreffer. Bis zur ersten Pause waren Höhepunkte vor beiden Toren Mangelware, weil beide Teams in der neutralen Zone früh störten. Die Gäste strahlten bis auf zwei Schüsse von Walsh und Greilinger kaum Gefahr aus. Dagegen hatte Jim Fahey das 2:0 auf dem Schläger. Als er von der Strafbank in einen Pass von Roland Verwey lief, eilte er alleine auf Torwart Pätzold zu, der glänzend postiert war (15.). Die Pinguine nahmen eine Überzahl mit ins Mitteldrittel. Gerade 18 Sekunden waren gespielt, da vergab Boris Blank eine Rieseneinschussmöglichkeit. Wenigstens holte er dabei noch eine Strafe gegen Ingolstadt heraus, die Allan Rourke mit seinem zehnten Saisontreffer zum 2:0 nutzte. Die Hausherren blieben am Drücker. Vor dem gegnerischen Tor passierte jetzt deutlich mehr als im ersten Abschnitt. Allein Lynn Loyns hatte dreimal seinen 50. DEL-Treffer auf dem Schläger. Zweimal Charlie Stephens und Pietta scheiterten an Torwart Pätzold. Doch auch die Gäste tauchten jetzt häufiger vor dem Krefelder Tor auf. Bouck vergab leichtfertig den Anschlusstreffer (31.), Girad traf die Querlatte (33.). Sekunden vor der zweiten Sirene erhitzten sich die Gemüter. Loyns war bei einem Break von Verteidiger Ryan rüde gestoppt worden. Der Krefelder prallte erst gegen den Torpfosten, dann in die Bande. Er musste humpelnd in die Kabine geführt werden. Die Fans forderten eine Strafzeit. Doch die Fernsehbilder zeigten, dass es wohl eine faire Attacke des Ingolstädters war.

Für Loyns rückte André Huebscher in die zweite Reihe. Neben Loyns musste dann auch noch Roland Verwey vorzeitig vom Eis. Er soll Girad mit dem Stock im Gesicht verletzt haben (46.). Die Pinguine überstanden die fünfminütige Unterzahl mit Bravour. Die größte Chance zum Anschlusstreffer durch Waginger meisterte Torwart Langkow (50.). Doch es wurde trotzdem nochmal spannend. Einen abgeprallten Schuss verwandelte Walsh. Die Pinguine stemmten sich jetzt großartig gegen den drohenden Ausgleich. Und das mit Erfolg. Selbst als Torwart Pätzold 58 Sekunden vor dem Ende seinen Kasten verlassen hatte, geriet der Krefelder Sieg nicht mehr in Gefahr.

Quelle: RP

 
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