Krefeld Pinguine: Pinguine: Siege an zwei Fronten
VON H.-G. SCHOOFS - zuletzt aktualisiert: 16.08.2010Sportlich feierten die Schwarz-Gelben gestern mit dem Turnier-Erfolg in Köln einen gelungenen Einstand auf dem Eis. Der mit dem Rücktritt von Geschäftsführer Wolfgang Schäfer verbundenen Rückzug aus der DEL erteilte Aufsichtsratsmitglied Wolfgang Schulz eine klare Absage.
Nach dem Rücktritt von Geschäftsführer Wolfgang Schäfer und dem endgültigen Rückzug des Hauptsponsers RWE brodelte seit Freitag die Gerüchteküche im Krerelder Eishockey, weil es von der KEV Pinguine GmbH keine offizielle Stellungnahme zu den Ereignissen gab. Das Ende der Pinguine sollte bereits besiegelt sein. Doch nach dem Motto, hurra, wir leben noch, feierten die Schwarz-Gelben am Wochenende Siege an zwei Fronten. Die Mannschaft präsentierte sich beim Turnier in Köln sehr gut und gewann das Finale. Gleichzeitig erklärte Aufsichtsrats-Mitglied Wolfgang Schulz erklärte gestern auf Anfrage unserer Zeitung, dass die Pinguine der DEL erhalten bleiben. Schäfers Nachfolger soll spätestens bis Ende des Monats feststehen. Und auch ein neuer Trikotsponsor soll bereits mit den Städtischen Werken Krefeld (SWK) gefunden sein, die bisher als Co-Sponsor Partner des KEV sind.
"Weiter handlungsfähig"
Wolfgang Schulz war am Sonntag früh von einer Geschäftsreise nach Krefeld zurückgekehrt und saß bereits am Nachmittag beim Finale in Köln neben dem sportlichen Berater Rüdiger Noack auf der Tribüne. "Das war schon erstaunlich gut", freute sich Schulz über die Leistung der Pinguine. Zu Schäfers Rücktritt sagte er: "Wir sind weiter handlungsfähig und werden jetzt in Ruhe einen Nachfolger suchen. Es gibt Ideen und Namen." Zur finanziellen Situation nach dem Rückzug von RWE sagte er: "Damit mussten wir rechnen und haben das mit in unsere Planungen einbezogen. Wir werden die Summe sicher nicht zu hundertprozent ausgleichen können. Aber die Saison ist finanziell gesichert, wenn uns die Zuschauer ausreichend unterstützen." Große finanzielle Sprünge könne die GmbH jetzt aber nicht mehr machen: "Die Mannschaft steht. Sollten wir Paul Albers behalten, muss ein Verteidiger im Sturm spielen. Für den Posten des Geschäftsführers müssen wir zunächst eine preiswerte Lösung suchen. Es gibt Ideen, über die wir jetzt gemeinsam nachdenken müssen."
Über das Gerücht vom möglichen DEL-Ausstieg konnte er nur lachen: "Wir geben doch nicht jeder nochmal 50 000 Euro und machen sechs Wochen später den Laden dicht." Dass nach Schäfers Rücktritt ungeahnte Probleme finanzieller Art auf die GmbH zukommen, glaubt Schäfer nicht: "Als Unternehmer muss man mit allem rechnen. Aber ich gehe davon aus, dass nicht irgendwas aus dem Hut gezaubert wird."
Trainer und Spieler waren bereits am Samstag nach dem Sieg gegen die Haie zuversichtlich gewesen, dass die Saison gesichert ist. "Schäfers Rücktritt ist schon ein kleiner Schock. Er hat sich super verdient gemacht um das Krefelder Eishockey. Aber das Leben geht weiter. Aber wenn die Spieler ihr August-Gehalt nicht bekommen, müssen wir uns sicher Sorgen machen", sagte Kapitän Herberts Vasiljevs.
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