Krefeld Pinguine: Pinguine testen Finnen Janne Grönvall
VON H.-G. SCHOOFS - zuletzt aktualisiert: 14.10.2009Eigentlich müssten die Qualitäten von Janne Grönvall so bekannt sein, dass man auch ohne Probetraining entscheiden könnte, ob er eine Verstärkung für eine Mannschaft ist oder nicht.
Die Krefeld Pinguine gehen allerdings auf Nummer sicher und nehmen den 36-jährigen Verteidiger aus Finnland seit gestern beim Training unter die Lupe. Der ehemalige Nationalspieler, der die letzten vier Spielzeiten für den finnischen Spitzenclub Tappara Tampere spielte, gilt als defensivstarker Abwehrcrack.
Bei seiner ersten Einheit gestern früh im König-Palast deutete der 1,91 m große und 90 kg schwere Finne an, dass er von ganz anderem Kaliber ist als Stephen Wood, der letzte Woche bei den Schwarz-Gelben als Try-Out-Spieler zu Gast war und mit Glanz und Gloria durchs Sieb fiel.
Drei Spielzeiten in der AHL
Grönvall, der von 1993 bis 96 in der American Hockey League das Trikot der St. John's Maple Leafs trug, würde den Pinguinen sicher kurzfristig helfen können. Er kennt sich auf großen Eisflächen aus und bringt eine Menge Erfahrung mit. Und die Zeit drängt seit gestern mehr denn je.
Benedikt Schopper trägt zwar mittlerweile eine Schiene an seinem lädierten Knie und wagt seit Samstag auch die ersten Gehversuche auf dem Eis, doch die Ärzte empfahlen ihm, erst in zwei Wochen ins Mannschaftstraining einzusteigen.
Grönvall war den Pinguinen bereits kurz nach den Verletzungen von Milo und Schopper angeboten worden. Warum er erst jetzt in Krefeld erschienen ist, wird das Geheimnis von Manager Jiri Ehrenbeger bleiben. Nicht auf dem Eis war gestern Scott Langkow. Der Torhüter erhielt nach elf Spielen in Folge einen zusätzlichen freien Tag und absolvierte im Kraftraum ein Regenerationstraining. Auch Michael Endraß saß nur auf dem Fahrrad. Der Stürmer zog sich am Sonntag in Ingolstadt bei einem Check von Bakos am linken Daumen eine Kapselverletzung zu.
Ärzte-Skandal Teil zwei
Patrick Hager trainierte gestern mit Voll-Visier. Der Jung-Nationalspieler hatte im Spiel gegen Hannover einen abgefälschten Schuss von Lynn Loyns ins Gesicht bekommen und musste mit acht Stichen genäht werden. Und das überraschender Weise vom Mannschaftsarzt der Iserlohn Roosters, Dr. Jochen Veit.
Denn bereits beim zweiten Spiel stand keiner der beiden neuen Mannschaftsärzte aus dem Helios Klinikum zur Verfügung, obwohl sie auf dem offiziellen Spielbericht aufgeführt waren. Doch der eine war in Urlaub, der andere nicht abkömmlich. So musste Ehrenberger kurzfristig Ersatz besorgen und wurde bei den Iserlohnern fündig, die bereits am Donnerstag gegen Kassel gespielt hatten. Veit erklärte gestern gegenüber unserer Zeitung, dass er auch am Freitag gegen Düsseldorf aushelfen werde.
Übrigens begab sich Hager nach Spielschluss zur Nachbehandlung nicht ins Helios-Klinikum, wo die neuen Mannschaftsärzte arbeiten, sondern ins Uerdinger Krankenhaus...
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