Krefeld Pinguine: Pinguine verteilten Gastgeschenke
VON H.-G. SCHOOFS - zuletzt aktualisiert: 27.11.2009 - 23:00Die Krefelder verloren Freitagabend das Derby in Düsseldorf mit 3:7. Vor 7333 Zuschauern luden die Schwarz-Gelben ihren Gegner teilweise zum Toreschießen ein. Am Ende lagen auch noch die Nerven blank. Vasiljevs und Pietta sind für das morgige Spiel gegen Berlin gesperrt.
Düsseldorf/Eishockey Die Krefelder Chaostage fanden auch gestern im 70. DEL-Derby zwischen der DEG und den Pinguinen ihre Fortsetzung. Denn ein Chaos herrschte gestern bei der Niederlage im ISS Dome besonders in der KEV-Abwehr, die kurz vor dem ersten Advent reichlich Gastgeschenke verteilte. Das nutzten die Hausherren eiskalt zu Treffern aus.
Zu allem Übel mussten in den Schlussminuten Daniel Pietta nach einem Faustkampf gegen Kreuzer und Herberts Vasiljevs wegen eines Stockstichs vorzeitig in die Kabine. Beide fehlen damit morgen im Heimspiel gegen Berlin (14.30 Uhr). Nach dieser erneuten Pleite muss Trainer Martin Jiranek wohl heute seine Koffer in Krefeld packen. Sein Team erweckte auch gestern nicht wirklich den Eindruck, als wolle es seinem Coach den Job retten.
Stephens in der Starting-Six
Trainer Jiranek ließ nichts unversucht, dem zuletzt schwachen Charlie Stephens Selbstvertrauen zu verleihen. Denn er schickte die Sturmreihe des Centers zur Starting-Six.
Die erste Torchance der Gäste hatte allerdings die vierte Reihe, als André Huebscher am kurzen Pfosten an Torwart Aubin scheiterte (4.). Eine Minute später kassierte Bazany die erste Strafzeit des Spiels. Zehn Sekunden der Überzahl waren vorbei, da verlor Benedikt Schopper an der eigenen blauen Linie leichtfertig gegen MacDonald die Scheibe.
Düssseldorf - Krefeld 7:3 (1:0, 3:2, 3:1)
KEV: Langkow -Akdag/Fahey, Grönvall/Pavlikovsky, Rourke/Schopper, Cespiva - Globke/Stephens/Hager, Verwey/Pietta/Endraß, Noebels/Vasiljevs/Blank, Huebscher/Driendl/Riefers.
Haupt-Schiedsrichter: Aumüller (Planegg).
Zuschauer: 7330.
Tore: 1:0 (5:45) MacDonald (- 4:5), 2:0 (8:55) Courchaine (Caldwell), 3:0 (20:41) Reid (Collins - 5:4), 3:1 (22:02) Rourke (Stephens - 4:5), 3:2 (31:39) Stephens (Globke/Noebels), 4:2 (39:48) Murphy ( - 4:5), 4:3 (41:42) Verwey (Pietta/Pavlikovsky), 5:3 (44:45) Harrington (Kaufmann/Caldwell), 6:3 (51:24) Kreuzer (Reimer - 5:4), 7:3 (59:43) Kaufmann (Courchaine - 5:3).
Strafminuten: Düsseldorf 18 +5+Spdz. Kreuzer, +5+Spdz. Murphy, Krefeld 28 +5+Spdz. Pietta, +5+Spdz. Vasiljevs, +10 Globke, + 10 Schopper.
Der enteilte dem Krefelder Verteidiger und überlistete Langkow mit einem feinen Rückhandschuss. An der Bande sank Jiranek zusammen wie ein Sandsack. Der Trainer wusste natürlich ganz genau, dass dieser Treffer pures Gift für sein Team war.
Und genau so war es. In der neunten Minute konnte Courchaine seelenruhig auf Langkow zulaufen und ließ dem bedauernswerten Torwart keine Abwehrchance. Sekunden vor der ersten Pause vergab Stephens den Anschlusstreffer.
Die Pinguine nahmen eine Strafzeit von Patrick Hager mit ins zweite Drittel. Zusätzlich musste noch Jim Fahey in die Kühlbox. Das nutzten die Düsseldorfer zur 3:0-Führung. Trainer Jiranek zog seinen vielleicht letzten Joker und stellte auf drei Sturmreihen um. Hager und Noebels tauschten die Reihen. Das zahlte sich aus. Sogar in Unterzahl verkürzte Allan Rourke auf 1:3. Plötzlich waren die Pinguine obenauf und setzten die Gastgeber unter Druck. Noebels brachte den Puck mit letzter Kraft vor das DEG-Tor.
Stephens beförderte den Puck im Gedränge mit der Rückhand über die Linie. Kurz vor der zweiten Pause mussten die Krefelder wieder einen unnötigen Rückschlag einstecken. Als Patrick Hager gerade von der Strafbank zurück kam und der KEV in Überzahl war, traf Murphy mit einem platzierten Schuss ins lange untere Eck. Langkows Vorderleute befanden sich dabei im Tiefschlaf.
Am Schluss hagelte es Strafzeiten
Von diesem Rückschlag erholten sich die Schwarz-Gelben ganz. Gerade als eine Strafzeit der DEG abgelaufen war, lenkte Roland Verwey einen Schlagschuss von Richard Pavlikovsky unhaltbar in die Maschen. Jetzt keimte bei den KEV-Fans wieder Hoffnung auf.
Doch ihre Schützlinge luden die Gastgeber nochmal zum Toreschießen ein. Harrington marschierte ohne Gegenwehr auf Langkow zu und traf mit einem herrlichen Schuss ins kurze obere Eck. Und als Hager zum dritten Mal auf die Strafbank musste, machte Kreuzer alles klar. Der DEG-Kapitän geriet danach mit Pietta aneinander. Die Gemüter erhitzten sich weiter. Es hagelte bis zum Schluss Strafminuten auf beiden Seiten.
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