Krefeld Pinguine: Pinguine weiter ein Punktelieferant
VON JOSEF HANSEN - zuletzt aktualisiert: 08.10.2007Eishockey Die Mannschaft von Trainer Jiri Ehrenberger präsentiert sich in der DEL-Fremde weiter nur als ein dankbarer Punktelieferant. Dabei hatte sein Team in der Tui-Arena vor 4365 Zuschauern insgesamt die größeren Spielanteile und die Mehrzahl der Torchancen. Doch besonders in Überzahl blieben die Schwarz-Gelben viel zu uneffektiv und mussten am Ende sogar mit zwei Spielern mehr auf dem Eis den Siegtreffer der Niedersachsen hinnehmen. Jetzt muss die Mannschaft dieses grausame Ende schnell verdauen, denn das nächste Match findet erneut in der Fremde (Straubing) statt.
Trikotpanne
Da Verteidiger Sinan Akdag wegen einer Schulterverletzung drei Wochen ausfallen wird, gehörte André Mangold zum Aufgebot. Doch der durfte nur zusehen, weil sowohl das Trikot mit seiner Nummer als auch das Ersatztrikot fehlte. So blieben Trainer Ehrenberger nur fünf Verteidiger. Vorne setzte der Coach zunächst auch auf die vierte Reihe, die gegen Mannheim auf der Bank geschmort hatte. Beflügelt vom Erfolg gegen den Meister, erwischten die Pinguine einen guten Start. Lediglich in Alexander Jung im Tor der Scorpions fanden sie ihren Meister, auch bei einer 5:3-Überzahl. Jungs Vorderleute hatten bis zur ersten Sirene nur eine gute Einschussmöglichkeit. Und das durch den Ex-Krefelder Chris Herperger. Doch Reto Pavoni war zur Stelle. Zu Beginn des zweiten Drittels fiel dann endlich die verdiente Führung. Einen Schlagschuss von Richard Pavlikovsky fälschte Jan Alinc unhaltbar ab. Kurz danach stockte den 300 mitgereisten KEV-Fans der Atem. Brian Maloney wurde von Pyka derart böse mit dem Schläger im Gesicht erwischt, dass der Kanadier mit einer Platzwunde über dem Auge in die Kabine gebracht werden musste. Er kam später wieder aufs Eis zurück (32). Schiedsrichter Looker schickte Pyka für dessen Attacke vorzeitig unter die Dusche. Aus der fünfminütigen Überzahl schlugen die Krefelder leider kein Kapital. Zu statisch und ohne zündende Ideen waren ihre Aktionen im Drittel der Gastgeber. Als Looker dann einige Strafen gegen die Gäste. Eine davon nutzten die Scorpions zum Ausgleich. Dzieduszycki traf mit einem verdeckten Schuss ins lange untere Eck. Chance der Pinguine waren bis zur zweiten Sirene Mangelware. Auch im Schlussdrittel übertrafen sich beide Teams mit fruchtlosen Unterzahl-Situationen. Klare Einschussmöglichkeiten gab es selten. Herperger scheiterte an Pavoni, Maloney an Jung. Fünf Minuten vor dem Ende waren die Pinguine nochmal für 74 Sekunden mit zwei Spielern mehr auf dem Eis. Doch der Siegtreffer fiel auf der anderen Seite. Dusan Milo ließ Eric Nickulas an der roten Linie ziehen. Der verlud dann auch noch Pavlikovsky und Pavoni. Ein überaus grausames Ende für die Schwarz-Gelben. Ehrenberger nahm zwar sofort seine Auszeit, doch von dem Schock erholten sich seine Spieler nicht mehr.
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