Krefeld Pinguine: Pinguine wollen durchstarten
VON H.-G. SCHOOFS - zuletzt aktualisiert: 30.10.2009Nach dem Auswärtssieg in Nürnberg bietet sich den Schwarz-Gelben an diesem Wochenende die große Chance, in der Tabelle wieder in die Nähe der Play-off-Plätze zu kommen. Heute gastieren die Hamburg Freezers in Krefeld.
Eishockey Martin Jiranek hat die Tabelle der Deutschen Eishockey-Liga derzeit fest im Blick. "Heute werden wir einen Platz abrutschen, weil Nürnberg gegen Straubing spielt. Morgen können wir mit einem Sieg über Hamburg wieder zwei Plätze nach oben klettern", sagte der Coach der Pinguine gestern nach dem Training. Alles andere als ein Erfolg über den Tabellenletzten von der Alster wäre eine herbe Enttäuschung. Und sollten die Schwarz-Gelben dann auch noch am Sonntag in Straubing leer ausgehen, dürfte die Luft für Trainer und Manager sehr dünn werden.
"Gefährliches Match"
Jiranek sprach gestern von einem ganz "gefährlichen Match", das die Pinguine heute ab 19.30 Uhr im König-Palast erwartet: "Alle schauen nur auf die Tabelle und denken, das ist ein leichtes Spiel. Aber genau das Gegenteil ist der Fall. Die Hamburger laufen ohne Ende und fahren die Checks konsequent zu Ende." Der Kanadier ist davon überzeugt, dass sein Team mit der richtigen Einstellung auf Eis gehen wird: "Die Spieler wissen, worum es geht. Wir spielen zu Hause. Da müssen wir so ein Match gewinnen."
Jiri Ehrenberger ist sich der Bedeutung des letzten Wochenendes vor der Länderspielpause bewusst. "Ich verstehe den Aufsichtsrat, wenn er nicht zufrieden ist und über gewisse Schritte nachdenkt. Aber wir sind in der Lage, im Schnitt mehr Punkte zu holen als bisher. Für mich haben die beiden Spiele gegen Hamburg und Straubing Play-off-Charakter", sagte der Sportliche Leiter gestern.
Gegenüber dem Nürnbergspiel will Jiranek seine Sturmreihen nochmal leicht verändern. Während die erste und zweite Formation wie zuletzt auflaufen, finden sich in Reihe drei gleich drei Ausländer (Globke/Loyns/Payer) wieder. Für die DEL sicher ungewöhnlich. Der Trainer hofft, dass besonders Serge Payer, der bisher noch nicht ins Schwarze traf, davon profitiert: "Serge deutet im Training an, dass er bereit ist, hart zu arbeiten. Nur so kann er sich wieder in Topform bringen." Leidtragender dieser Umstellung ist Roland Verwey, der in Reihe vier mit Andy Driendl und André Huebscher (oder Philip Riefers) auflaufen wird. "Ich habe mit Rolli gesprochen. Er weiß, dass er sofort in eine vordere Reihe kommt, wenn dort einer nicht nach jedem Wechsel was zeigt. Das fördert bei allen Stürmern die Konzentration."
Gespannt darf man heute auf den Zuschauerspruch sein. Viele befürchten am Vorabend von Halloween eine Geisterkulisse. Aufgrund des Theaters im Umfeld planen die KEV-Fans Proteste gegen Aufsichtsrat und Sportlichen Leiter. Gestern am frühen Abend trafen sich Fans zu einer Besprechung. Es ist geplant, nach der Begrüßung der Mannschaft die Halle zu verlassen.
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