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Krefeld Pinguine: Pinguine: Youngster düpiert Stars

VON H.-G. SCHOOFS - zuletzt aktualisiert: 26.11.2009

Nach der Heimniederlage gegen Nürnberg wird die Kritik an Martin Jiranek immer lauter. Die Galgenfrist für den Trainer läuft laut Geschäftsführung noch weiter. Auch einige Leistungsträger sind bei vielen Fans in Ungnade gefallen. Düsseldorfer EG lockt Verteidiger Jim Fahey.

Martin Jiranek wurde zu spät beurlaubt.  Foto: Lothar Strücken
Martin Jiranek wurde zu spät beurlaubt. Foto: Lothar Strücken

Als die Pinguine Ende September auf den 13. Tabellenplatz abgerutscht waren und zum Heimspiel gegen Kassel nur 2400 Zuschauer kamen, schien es für die Schwarz-Gelben schlimmer nicht mehr kommen zu können. Doch es ging weiter bergab. Am Dienstag verloren sich die gerade mal 2133 Fans auf den Rängen im König-Palast. Und nach der siebten Heimniederlage der Saison zieren die Pinguine nun mit 24 Punkten alleine das Tabellenende der DEL.

"Das war zwar eine mäßige Partie, aber wir haben gut gekämpft. Leider wird bei uns seit Wochen jeder Fehler bestraft", sagte Herberts Vasiljevs nach der 1:2-Niederlage gegen Nürnberg.

Als Kapitän muss der Lette mit bestem Bespiel vorangehen, wie man endlich den berühmten "Bock" umstoßen kann. Aber genau das vermissen viele Fans derzeit bei ihm. Ähnliches gilt für Charlie Stephens, der derzeit mehr an seine schlechten Tage in Düsseldorf als an seine besten Tage in Krefeld erinnert. Auch Jim Fahey präsentierte sich Dienstag teilweise unterirdisch.

Vielleicht geht ihm ja ständig das Angebot der DEG durch den Kopf, die den Verteidiger auf die andere Rheinseite locken wollen. Ob Manager Lance Nethery, der gegen Nürnberg auf der Tribüne saß, nach Faheys Auftritt weiter Interesse an ihm besitzt, ist fraglich.

Gestern beim Training war die Stimmung innerhalb des Teams ziemlich gedrückt. Fast lautlos verliefen die Regenerations-Einheiten. Martin Jiranek mühte sich redlich, die Konzentration seiner Schützlinge zu fördern. Der Trainer weiß natürlich genau, dass er sich für seine Krefelder Wohnung vielleicht keinen Weihnachtsbaum mehr kaufen muss.

Als ehemaliger Torjäger weiß der 40-jährige Kanadier ganz genau, dass irgendwann vor dem gegnerischen Tor der Knoten platzen wird. Doch darauf wartet er schon viel zu lange. Das ständige Umbauen der Sturmreihen ist kaum auf fruchtbaren Boden gefallen.

Stattdessen sind Vasiljevs oder Stephens scheinbar sauer, dass sie nicht mehr zusammen spielen dürfen. Jedenfalls kann es nicht sein, dass der 17-jährige Marcel Noebels den sogenannten Stars wie am Dienstag die Schau stiehlt. Gerade der Kapitän und Stephens waren es doch, die im Januar mit Ex-Trainer Pavlov auf Kriegsfuß gestanden und auf einen Nachfolger gedrängt hatten.

Thomson oder Cortina

Ob Jiranek mit seinem noch jungen Trainerlatein am Ende ist, werden die nächsten beiden Spiele zeigen. Und die sind in Düsseldorf und gegen Berlin wahrlich schwer genug. Geschäftsführer Wolfgang Schäfer erklärte gestern, dass Jiraneks Galgenfrist noch weiterläuft: "Ich habe mit Martin gesprochen. Er kennt die Mechanismen im Sport."

Sollten die Pinguine am Wochenende wieder leer ausgehen, dürften Jiraneks Tage in Krefeld gezählt sein. Dienstag wurde im König-Palast schon über potentielle Nachfolger diskutiert. Viele geeignete Kandidaten, die gerne mit jungen Spielern arbeiten möchten, sind nicht auf dem Markt. Vielleicht Greg Thomson, derzeit zweiter Co-Trainer in Ingolstadt, oder Pat Cortina, derzeit beim Zweitligisten EHC München als Chefcoach tätig.

Quelle: RP

 
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