Krefeld Pinguine: Schwarzer Sonntag
VON H.-G. SCHOOFS - zuletzt aktualisiert: 08.02.2010Nach den beiden Erfolgen über Berlin und Düsseldorf mussten sich die Krefelder gestern beim Tabellenletzten Kassel mit 2:6 geschlagen geben. Im zweiten Drittel fiel die Vorentscheidung. Allan Rourke am Freitag gesperrt.
Überaus brutal wurden die Pinguine in der Eissporthalle am Auepark auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Gegen bissige und torhungrige Huskies konnten die Schwarz-Gelben nicht an die beiden Galavorstellungen gegen Berlin und Düsseldorf anknüpfen. Damit sind die fünf Punkte aus den Heimspielen gegen das Spitzenduo nicht mehr so viel Gold wert wie erhofft.
Am Ende war es im Kampf um einen Pre-Play-off-Platz sogar ein schwarzer Sonntag, weil Mannheim und Iserlohn jeweils überraschend auswärts punkteten. Zu allem Übel kassierte Allan Rourke im Schlussdrittel noch eine große Strafe. Damit fehlt der Verteidiger neben den vielen Verletzten und Olympia-Fahrer Herberts Vasiljevs am Freitag beim wichtigen Auswärtsmatch in Iserlohn.
Die Hausherren hatten sich für dieses Heimspiel vor den Augen ihres neuen Investors viel vorgenommen. Der soll heute vorgestellt werden und will den DEL-Standort Kassel nebst einer neuen Arena langfristig sichern. So fuhren die Huskies vom Auftaktbully weg mächtig Schlitten mit den Pinguinen. Bereits nach wenigen Sekunden musste Torwart Scott Langkow gegen Kraft sein ganzes Können aufbieten.
Erst in der fünften Minute prüfte Kapitän Vasiljevs Torwart Hauser. Im Gegenzug zielte der Huskie-Kapitän Boisvert im Nachschuss genauer und sorgte so für die Führung. Erst gegen Ende des ersten Drittels nahm Krefeld die aggressive Spielweise des Gegners an und tauchte häufiger vor Torwart Hauser auf. Dabei vergaben Vasiljevs und Pietta den möglichen Ausgleich.
Mit einer munteren Schlittenfahrt begann auch das zweite Drittel. Vasiljevs konnte nur mit einem Foul das 2:0 verhindern. Bei der fälligen Überzahl brannte es lichterloh vor dem Krefelder Tor. Als der Kapitän der Pinguine von der Strafbank zurück kam, lief er nach Pass von Serge Payer alleine auf Hauser zu. Er tanzte den Schlussmann zwar aus, doch die Scheibe blieb am Schoner hängen (25.). Mehr Glück hatte 60 Sekunden später Kassels Stürmer Sleigher, der mit einem verdeckten Schuss ins lange untere Eck auf 2:0 erhöhte.
Die Pinguine versuchten immer wieder, ihren Rhythmus zu finden. Als je ein Spieler beider Teams auf der Strafbank saß, legte Vasiljevs schön für Rourke auf, der mit einem platzierten Schuss traf. Die Freunde der 150 KEV-Fans dauerte nicht lange. Innerhalb von nur 22 Sekunden zogen die Huskies auf 4:1davon. Es war nicht zu erwarten, dass die Krefelder nach den beiden Kampfspielen gegen Berlin und Düsseldorf mit ihrem Mini-Aufgebot im letzten Drittel das Blatt noch mal wenden können. Und so kam es auch. Acht Minuten nach Wiederbeginn machten die Huskies alles klar. Der Rest war nur noch für die Statistik. Lankow räumte seinen Kasten für Danijel Kovacic (49.). Dann musste Rourke nach hohem Stock gegen Kling vorzeitig unter die Dusche. In der fünfminütigen Überzahl machte Kassel das halbe Dutzend voll. Daniel Pietta sorgte mit einem an Verwey verursachten Penalty für die Ergebniskorrektur.
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