Krefeld Pinguine: Späte Aufholjagd nicht belohnt
VON H.-G. SCHOOFS - zuletzt aktualisiert: 08.12.2009 - 23:00Die Pinguine unterlagen Dienstagabend in Mannheim mit 2:3. Vor 10674 Zuschauern trafen Verwey und Blank. Bei der Trainersuche scheint Pavlov aus dem Rennen zu sein. Sind Pokovic und Bordeleau jetzt erste Anwärter?
Das ersehnte Wunder blieb aus: Die Schwarz-Gelben waren Dienstagabend in der Mannheimer SAP-Arena zwei Drittel lang eine zu leichte Beute für nicht mal sehr hungrige Adler. Den Krefeldern ging nach dem schnellen 0:2-Rückstand für lange Zeit der Begegnung das letzte Fünkchen Selbstvertrauen verloren. Erst nach ihrem ersten Treffer starteten sie eine Aufholjagd, die aber nicht belohnt wurde.
Auf der Suche nach einem Nachfolger für Ex-Chefcoach Martin Jiranek sind die Pinguine noch nicht fündig geworden. Während Igor Pavlov nicht mehr auf der Kandidatenliste stehen soll, sind jetzt wohl der Slowake Lubomir Pokovic und der Kanadier Pauline Bordeleau die ersten Anwärter. Letzterer gilt als Feuerwehrmann und ist aus seiner DEL-Zeit in Essen und Augsburg bestens bekannt. Pokovic, derzeit Co-Trainer der slowakischen Nationalmannschaft, war schon mal 2004 beim KEV im Gespräch und wäre sicher ein Mann für einen langfristigen Neuaufbau.
Ohne Allan Rourke
Wenn man kein Glück hat, kommt auch noch Pech hinzu. Das galt für den KEV jedenfalls vor dem Spiel. Denn Allan Rourke klagte nach seiner Rippenprellung aus dem Spiel in Hannover schon auf der Hinfahrt über Schmerzen und musste nach dem Warm-up passen. Davon ließen sich die Pinguine aber nicht schocken. Bereits nach wenigen Sekunden scheiterten Daniel Pietta und Herberts Vasiljevs an Torwart Lukas Lang, der den Vorzug vor Mannheims Nummer eins Fred Brathwaite bekommen hatte. Trotz der guten Krefelder Anfangsphase ging der Schuss nach hinten los. Denn bei der ersten Aktion vor dem Tor von Danijel Kovacic gingen die Adler in Führung. Martinec hatte die Scheibe nach einer Hereingabe am kurzen Pfosten unhaltbar abgelenkt. Nach einem folgenschweren Fehler von Pietta im gegnerischen Drittel lief Spylo allein auf Kovacic zu und erhöhte auf 2:0. Danach sah man deutlich, wie die Pinguine innerlich zusammen fielen. Lediglich bei einer Chance von Jim Fahey musste Lang bis zur ersten Pause in höchster Not retten. Als zwei Pinguine auf der Strafbank saßen, erzielte Forbes das 3:0.
In der Pause baute Pyka sein Team wieder auf. Denn die Pinguine erwischten wieder den besseren Start und verkürzten durch Patrick Hager (22.). Doch nach Video-Beweis zählte der Treffer nicht. Das Match war fortan farblos. Die Gastgeber taten nicht mehr als notwendig. Sekunden vor dem Drittelende waren die Pinguine zum dritten Mal in Überzahl. Dabei fälschte Roland Verwey einen Schlagschuss von Fahey unhaltbar ab. Dieser Treffer fiel natürlich zu einem psychologisch günstigen Zeitpunkt. Und tatsächlich sorgte Boris Blank kurz nach Wiederbeginn nach schöner Vorarbeit von Pietta für den Anschlusstreffer. Letzterer hatte zwei Minuten später in Überzahl den Ausgleich auf den Schläger, zielte aber am Tor vorbei. Die Pinguine blieben am Drücker, nutzten allerdings auch ihre zweite Überzahl des Schlussdrittels nicht. Den Rest überstanden die Mannheimer mit viel Glück, auch als Kovacic sein Tor verlassen hatte und Blank an Lang scheiterte.
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