Krefeld Pinguine: Spannendes Spiel: Drei aus Fünf
VON H.-G. SCHOOFS - zuletzt aktualisiert: 29.01.2008Der Kampf um die Teilnahme an den Pre-play-offs spitzt sich weiter zu. Heute gegen Eisbären Berlin letztes Heimspiel vor der Länderspielpause. Kapitän Herberts Vasiljevs fällt weiter aus. Wird die letzte Ausländerlizenz für einen Torwart oder einen Stürmer vergeben?
Eishockey Egal wie, einfach nur punkten.“ Dieses Motto gilt derzeit für fünf Teams der DEL, die sich auf der Zielgeraden der Hauptrunde die Teilnahme an den Pre-play-offs sichern wollen. Aber nur drei davon werden am 9. März das rettende Ufer erreichen. Die Hannover Scorpions müssen sich mit ihren 72 Punkten aus bisher 44 Spielen als Tabellensiebter wohl keine Sorgen mehr machen. Dahinter herrscht zwischen Krefeld (46 Spiele/66 Punkte), Hamburg (45/63), Augsburg, Düsseldorf (beide 46/62) und Ingolstadt (45/60) ein dichtes Gedränge.
Vier Spiele in sieben Tagen
„80 Punkte müssten reichen“, lautete vor zwei Wochen Jiri Ehrenbergers Hochrechnung. Ob die allerdings für Platz acht und das damit verbundene Heimrecht reichen, ist schwer abzusehen. Das Restprogramm der Pinguine ist durchwachsen, aber anstrengend. Während sie vor der am kommenden Samstag beginnenden Länderspielpause vier Begegnungen innerhalb von nur sieben Tagen austragen müssen, liegen die Hamburger seit Freitag auf der faulen Haut und können sich in aller Ruhe auf ihr Heimspiel am Donnerstag gegen Krefeld vorbereiten. Erschwerend kommt für die Schwarz-Gelben noch die dünne Personaldecke hinzu. Kapitän Herberts Vasiljevs, der gegen Duisburg und Nürnberg in der ersten Reihe schmerzlich vermisst wurde, wird heute um 19.30 Uhr beim Gastspiel der Eisbären zusehen müssen. Erst Mittwoch wollen die Ärzte entscheiden, wann der Lette wieder eingesetzt werden kann.
Auch auf die Youngster André Huebscher, Sinan Akdag und André Mangold muss Ehrenberger heute verzichten. Das Trio absolviert mit der U19-Nationalmannschaft einen Lehrgang. Dabei hatte sich am Sonntag in Nürnberg die Maßnahme, mit Akdag und Huebscher eine vierte Angriffsreihe zu bilden, ausgezahlt. Zusammen mit Ryan Ramsay, der Doppelschichten fuhr, holte diese Reihe drei Strafen heraus. Nur Kapital konnten die Pinguine draus nicht schlagen. Das Spiel mit einem Mann mehr auf dem Eis war erneut zu statisch. Es wurde kaum von der „Blauen“ geschossen.
An Reto Pavoni lag es jedenfalls nicht, dass bei den Ice Tigers nicht gepunktet wurde. Der Schweizer hielt sein Team fast bis zum Schluss mit guten Paraden im Spiel. Gut möglich, dass Ehrenberger seinen Versuch, für den Rest der Saison einen weiteren erfahrenen Torwart zu verpflichten, heute zu den Akten legt. „Vor oder nach dem Spiel muss die Entscheidung fallen, ob einer unserer beiden Kandidaten sofort zur Verfügung steht“, sagte der Trainer gestern. Falls er sich Absagen einhandelt, soll sein Plan B greifen: „Dann werden wir sofort einen Stürmer aus Nordamerika holen.“ Auf jeden Fall soll die letzte Ausländerlizenz vergeben werden. Transfers aus dem Ausland sind bis übermorgen möglich. Aus der 2. Liga können Spieler noch bis zum 15.2. in die DEL wechseln.
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