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Krefeld Pinguine: Spieler warten aufs Gehalt

VON JÖRG ZELLEN - zuletzt aktualisiert: 09.05.2007

Die Krefeld Pinguine konnten ihren Spielern die März- und April-Gehälter noch nicht zahlen. Es fehlt eine hohe sechsstellige Summe. Schuld daran ist der Ammoniak-Vorfall im Königpalast im Dezember 2006 und der Zwangsumzug in die Rheinlandhalle.

Die Pinguine erzielten den entscheidenden Treffer in der Schlussphase.  Foto: RPO
Die Pinguine erzielten den entscheidenden Treffer in der Schlussphase. Foto: RPO

Eishockey Der Störfall im Königpalast vom 21. Dezember 2006 belastet die Krefeld Pinguine nachhaltig. Der Umzug in die altehrwürdige Rheinlandhalle riss ein „hohes sechsstelliges Loch“ in die Kasse der Eishockey GmbH, wie der Aufsichtsratsvorsitzende Wolfgang Schulz gestern im Gespräch mit unserer Zeitung bestätigte. „Wir hoffen, so schnell wie möglich Ausgleichszahlungen der Versicherung zu bekommen. Denn anders ist diese Summe nicht aufzufangen.“

Leidtragende der klammen Finanzsituation sind auch die Spieler, die auf ihre Gehälter für die Monate März und April warten. „Das Geld fehlt einem natürlich“, klagte der Neu-Hannoveraner Rainer Köttstorfer. „Schlimmer ist aber noch, dass wir von den Pinguinen über die Gründe nicht informiert wurden.“ Auch andere Spieler, die namentlich nicht genannt werden wollen, schimpften über die mangelnde Kommunikation.

Neue Gesellschafter gesucht

Wolfgang Schulz erklärte den finanziellen Engpass, der durch den Ammoniak-Unfall entstanden ist. „Es gibt zahlreiche Forderungen seitens der Sponsoren und Vip-Kunden, da in der Rheinlandhalle ihre Werbung fehlte.“ Hinzu komme, dass die Mannschaft die Play-offs verpasst hat. „Diese hätte noch einmal zusätzliches Geld in die Kasse gespült“, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende. Er erklärte: „Wir sind dabei, nach neuen Gesellschaftern zu suchen. Aber goldene Eier sind so schnell nicht zu finden.“ Noch vor Ostern hatte Geschäftstführer Wolfgang Schäfer öffentlich angemerkt:: „Vielleicht legt uns schon der Osterhase einige goldene Eier ins Nest.“

Was den Sponsoren-Markt bei den Schwarz-Gelben angeht, konnte Schulz noch nichts Neues vermelden. „Einige werden gehen, andere hinzukommen. Aber konkret wird dies erst ab Juni.“

Noch zwei, drei offene Stellen

Der Stahlunternehmer blickte trotz der derzeitigen Geldnot zuversichtlich auf die kommende Spielzeit. „Unser Kader wird mit Sicherheit nicht schlechter sein als im vergangenen Jahr – im Gegenteil.“ Insbesondere von den jungen Deutschen verspreche er sich einiges. „Das Niveau wird mindestens gehalten. Und wir sind bei den Planungen ja auch noch nicht am Ende angelangt. Zwei bis drei Stellen sind noch offen.“ Eines stehe indes fest: „Künstler brauchen wir keine mehr, sondern Arbeiter.“ Es werde folglich nach Spielertypen à la Lynn Loyns gesucht.

Zu den sich hinziehenden Vertragsverhandlungen mit Boris Blank sagte Schulz: „Wir würden ihn sehr gerne halten, aber nicht zu den Konditionen, die er sich vorstellt.“

Quelle: RP

 
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