Krefeld Pinguine: Trauerspiel der Pinguine
VON JOSEF HERMANNS UND H.-G. SCHOOFS - zuletzt aktualisiert: 02.11.2009Das Krefelder Eishockeyteam führte gestern Abend in Straubing nach zwei Dritteln mit 1:0 und musste sich am Ende mit 1:2 geschlagen geben. Grund für die erneute Niederlage war das schwache Überzahlspiel.
Straubing/Eishockey Welch ein Trauerspiel der Pinguine!. Am Allerheiligentag musste die Mannschaft von Trainer Martin Jiranek statt des dringend notwendigen Erfolges erneut einen herben Rückschlag einstecken. Einstellung und Kampf stimmten bei den Schwarz-Gelben. Doch sie ließen die vielen Überzahl-Situationen ungenutzt. Man darf gespannt sein, wie die Verantwortlichen nach der verpassten Vorgabe, sieben bis neun Punkte aus den letzten drei Spielen zu holen, jetzt reagieren werden.
Erneute Umstellungen
Trainer Jiranek hatte sich nach dem Spiel gegen Hamburg entschieden, erneut drei seiner vier Sturmreihen umzubauen. Diesmal erwischte auch den ersten Sturm. Früchte trug das aber zunächst nicht. Es entwickelte sich eine mäßige Begegnung, in der die Krefelder allerdings spielerisch mehr zu bieten und bis zur ersten Pause auch die Mehrzahl der klareren Torchancen hatten. In der Anfangsphase scheiterten Rob Globke und Serge Payer an Torwart Janka. Bei der ersten Krefelder Überzahl rettete der Straubinger Torwart gegen Lynn Loyns. Die Hausherren blieben bei ihrer ersten Überzahl harmlos und hatten Glück, dass Daniel Pietta bei einem Alleingang Janka nicht überwinden konnte. Für die verdiente Führung der Pinguine sorgte wie vor einer Woche in Nürnberg die Pietta-Reihe. Der Center legte hinter dem Straubinger Tor schön für Patrick Hager auf, der mit einem satten Schuss traf und sich damit für die Nationalmannschaft empfahl.
Das Mitteldrittel war ereignisreich, obwohl keine Treffer fielen. Beide Torhüter präsentierten sich sehr gut. Die Pinguine kämpften verbissen, enttäuschten aber weiter in Überzahl. Und davon hatten sie reichlich. Denn in der 34. Minute streckte Eric Meloche Youngster Hager mit einem Kniecheck nieder, der vom Eis gebracht werden musste. Den Straubinger schickte der Schiri vorzeitig unter die Dusche. Richard Pavlikovsky traf danach zwar mit einem Kracher ins Schwarze, als die Scheibe aus Jankas Fanghand ins Tor kullerte. Der Treffer wurde den Pinguinen aberkannt, weil einer der Assistenten vorher abgepfiffen haben soll. Sekunden vor der zweiten Pause eine erneute Schrecksekunde für Krefeld, als Scott Langkow am Hals getroffen wurde. Er konnte nach kurzer Behandlung zum Glück weiterspielen.
Ganz nach dem Geschmack der Straubinger Fans begann das letzte Drittel. Boris Blank musste nach einem Stockschlag auf die Bank. Das nutzten die Hausherren zum ersten Überzahltreffer des Abends. Torwart Langkow war die Sicht versperrt worden. Zu allem Übel schied David Cespiva verletzt aus. Auch Allan Rourke musste für einige Zeit vom Eis, weil von einem Puck ins Gesicht getroffen wurde. Mit nur vier Verteidigern hatten die Krefelder die erneute Führung vor Augen. Aber Sinan Akdag scheiterte an Torwart Janka und Charlie Stephens zielte in Überzahl am rechten oberen Eck vorbei. Dann gesellte sich auch noch das Pech dazu, als ausgerechnet Ramsay mit einem abgefälschten Schuss traf. Weil die Schwarz-Gelben eine 5:3-Überzahl nicht nutzen konnte und sich Lynn Loyns kurz vor Schluss noch eine unnötige Strafe einhandelte, retteten die Tigers ihren vierten "Dreier" in Folge über die Zeit.
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