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Krefeld Pinguine: „Unsere Chance ist nicht utopisch“

VON H.-G. SCHOOFS - zuletzt aktualisiert: 26.02.2008

Nach dem Heimsieg gegen Augsburg sind die Krefeld Pinguine wieder auf Pre-Play-off-Kurs und wollen nun In Wolfsburg nachlegen.

Jiri Ehrenberger widersprach gestern der Nachricht, dass der neue Torhüter Sebastien Charpentier seinen Vertrag auflösen will.
Lynn Loyns erzielte das Siegtor für Krefeld. Foto: RPO

Eishockey Die gestrige Nachricht in der RP, dass Krefelds neuer Torwart Sebastien Charpentier seinen bereits unterschriebenen Vertrag wieder auflösen wolle, stieß im Lager der Schwarz-Gelben auf großes Unverständnis. „Ich habe noch letzte Woche mit seinem Berater telefoniert, der mir sagte, dass sich Sebastien auf die Pinguine und die Herausforderung DEL freue“, sagte Jiri Ehrenberger gestern. Am Sonntag vor dem Spiel gegen Augsburg hatte ein Berater von Reto Pavoni gegenüber unserer Zeitung erklärt, dass Charpentier seinen Vertrag nicht erfüllen werde. „Er soll sich lieber um seine eigenen Spieler kümmern, anstatt solche Gerüchte in die Welt zu setzen“, sagte Ehrenberger, der sich freut, dass die künftige Nummer 1 der Pinguine derzeit in Österreich super Kritiken bekommt und mit seinem Team in den Play-offs auf Meisterkurs ist.

Info

Riefers ein Pinguin

Der „Fall“ Philip Riefers ist vom Tisch. Wie von Geschäftsführer Wolfgang Schäfer am 7. Februar angekündigt, gehört der 17-jährige Stürmer künftig zum Aufgebot der Pinguine. Die Eltern des Spielers unterschrieben einen Dreijahresvertrag.

„Keine Wunderleistung“

Nach dem bisher wichtigsten „Dreier“ der Saison gab Ehrenberger seinen Schützlingen gestern frei, die sich aber für ein Regenerations-Programm im Kraftraum entschieden. Der Coach ist nach der Leistung von Sonntag wieder zuversichtlich, dass die Eiszeit in Krefeld nach dem letzten Hauptrundenspiel noch nicht zu Ende ist: „Das war keine Wunderleistung gegen Augsburg, sondern eine normale Leistung. Wenn wir die in den letzten Spielen immer abrufen, ist unsere Chance nicht utopisch.“ Mittlerweile müssen die Pinguine auch die Konkurrenz beobachten, weil sie es derzeit nicht selbst in der Hand haben, Platz zehn zu erreichen. „Wir hoffen natürlich, dass die anderen Teams Federn lassen. Aber dann darf bei uns auch nichts schiefgehen“, sagte der Trainer.

Schiefgehen darf besonders am Freitag in Wolfsburg und zwei Tage später im letzten Hauptrunden-Heimspiel gegen Straubing nichts. Da sind zwei Pflichtsiege programmiert. Ehrenberger will seinen Spielern diese Woche die Video-Aufzeichnung von den letzten Begegnungen gegen diese beiden Teams aus dem Niemandsland der Tabelle vor Augen halten, die jeweils verloren gingen.

Schade, dass Lynn Loyns am Freitag zusehen muss. Der Center der dritten Reihe hat nach seinem Fußbruch gerade wieder zu alter Leistungsstärke zurück gefunden und war am Sonntag einer der Garanten für den Heimsieg. Seinen Posten wird Henrik Hölscher übernehmen, der Loyns schon während dessen Abwesenheit gut vertrat. Gut möglich, dass Sasa Martinovic wieder im Sturm spielt, damit Ehrenberger vier Angriffsreihen aufs Eis schicken kann. Das hat sich zuletzt ausgezahlt.

Zufrieden ist der Trainer mit der Entwicklung von Nathan Marsters. Die Leistungskurve des kanadischen Torhüters geht kontinuierlich nach oben. Gegen Augsburg blieb er fehlerlos. Das lässt für die letzten Punktspiele hoffen. Auch für die Pre-Play-offs?

Quelle: RP

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