Krefeld Pinguine: Werbung für die Play-offs
VON H.-G. SCHOOFS UND JOSEF HERMANNS - zuletzt aktualisiert: 28.02.2011Auch wenn die Krefeld Pinguine im Heimspiel gegen die Kölner Haie nur einen Punkt holten, ging ein Großteil der KEV-Fans zufrieden nach Hause und freut sich schon auf den eigentlichen Höhepunkt der Saison.
Eishockey Auch wenn am Freitag in dem spannenden Eishockey-Krimi zwischen Krefeld und Köln die Höhepunkte (Tore) fehlten und das Match für die Pinguine kein glückliches Ende fand, war dieses 70. DEL-Duell zwischen den rheinischen Rivalen eine Werbung für die Play-offs. Was zu diesem stimmungsvollen Abend überhaupt nicht passte, war die Tatsache, dass die Schwarz-Gelben den Sprung auf Platz zwei verpassten und vom Erzrivalen DEG auf Platz vier geschickt wurden. Ferner wäre ihnen mit einem "Dreier" das Play-off-Ticket nicht mehr zu nehmen gewesen.
46:26-Schüsse
"Das war ein großes Spiel für die Fans", sagte Rick Adduono nach der 0:1-Niederlage. Der Krefelder Trainer machte ausschließlich Kölns Torwart Danny Aus den Birken dafür verantwortlich, dass seine Spieler in 65 Minuten bei 46:26-Schüssen zugunsten seines Teams nicht ins Schwarze trafen. Es ist schon phänomenal, wie sich der gebürtige Düsseldorfer seit seinem Wechsel im November von Iserlohn nach Köln zu einem Nummer-Eins-Goalie entwickelte.
Eine ähnlich tolle Entwicklung ist in Krefeld bei Sinan Akdag festzustellen. Der erst 21-Jährige war gegen die Haie der beste Verteidiger seines Teams. Da Adduono fünf Abwehrspieler aufbot, bekam Akdag so viel Eiszeit wie noch nie in dieser Saison. "Das war schon eine große Belastung. Es war schwer, am Ende die Konzentration hoch zu halten. Daher haben wir alle auch Fehler gemacht. Wir müssen uns bei Scotty bedanken, dass wir das Match nicht in der regulären Spielzeit verloren haben." Das sagten die Kölner Verteidiger auch über ihren Torwart. Leider hatte Aus den Birken am Ende mehr Glück als Langkow, dem beim entscheidenden Penalty von Ullmann die Scheibe unter der Kelle über die Linie rutschte. Damit verließen die Pinguine in ihrem neunten Penaltyschießen der Saison zum fünften Mal als Verlierer das Eis.
Spielerisch hatten die Pinguine in dieser Saison sicher schon mehr zu bieten als am Freitag. Ohne Richard Pavlikovsky und durch den frühen Ausfall von Boris Blank fehlten dem Paradeblock gleich zwei Strategen. Denis Shvidki ließ im ersten Sturm erkennen, dass er dort momentan besser zu gebrauchen ist als Daniel Pietta. Letzterer läuft seit ein paar Spielen seiner Topform hinterher und ist daher in der internen Scorerliste auf Rang drei zurückgefallen. Dass die Mannschaft vielleicht nicht mehr mit dieser großen Leidenschaft auftritt, mit der sie sich um den Jahreswechsel herum ein sattes Punktepolster verschaffte, ist angesichts des Kräfteverschleißes und der Sicherheit, in die Play-offs zu kommen, nach zu vollziehen. Mit zwei Siegen aus den restlichen vier Punktspielen müsste in der Endabrechnung Platz vier zu Buche stehen. Am besten, gleich am Freitag wird bei den Hamburg Freezers gewonnen, die aber im Kampf um Platz zehn ein weiteres Endspiel haben.
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