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Krefeld Pinguine: Wird Michael Hackert ein Pinguin?

VON H.-G. SCHOOFS - zuletzt aktualisiert: 09.09.2010

Der 29-jährige Stürmer ist durch den Rückzug der Frankfurt Lions aus der DEL derzeit ohne Verein und wäre eine gute Verstärkung für Krefeld. Die Schwarz-Gelben bestätigten Mittwoch den Kontakt zum ehemaligen Nationalspieler (noch) nicht. Roland Verwey ist wieder im Training

Keine Zukunft in Mannheim: Michael Hackert.  Foto: AP, AP
Keine Zukunft in Mannheim: Michael Hackert. Foto: AP, AP

Eine Verstärkung für den Sturm würde den Pinguinen sehr gut zu Gesicht stehen. Schließlich kann Trainer Rick Adduono derzeit nur auf elf für die DEL taugliche Angreifer zurückgreifen. Und am vergangenen Wochenende waren es durch den Ausfall von Roland Verwey nur deren zehn. Wegen des Rückzugs von Kassel und Frankfurt sind kurz nach Beginn der Hauptrunde ungewöhnlich viele Spieler ohne Verein. Dazu gehört auch Michael Hackert, der in Frankfurt einen Vertrag bis zum Ende der Saison 2012/13 unterschrieben hatte.

364 DEL-Spiele

Aus Mannheim, wo Hackert die letzten drei Spielzeiten für die Adler auf dem Eis stand und im April durch das Sieb des neuen Managers Teal Fowler fiel, war Mittwoch zu hören, dass der 29-Jährige bei den Pinguinen unterkommen soll. Das wäre für den Spieler und die Krefelder sicher nicht schlecht. Der gebürtige Heilbronner erzielte in seinen bisher 364 DEL-Spielen 185 Punkte (84 Tore/101 Vorlagen) und gehörte bis 2009 zum Stamm der Nationalmannschaft.

Info

Runder Tisch

Kürzlich trafen sich die Krefelder Eishockey-Instutionen zu einem "runden Tisch", bei dem alle Anwesenden eine engere Zusammenarbeit im Sinne des Krefelder Eissports vereinbarten. Anwesend waren insgesamt 18 Vertreter von der KEV Pinguine GmbH, der Jugendabteilung des KEV, dem Traditionsteam Big Old Boys, dem König-Palast, dem Fanprojekt und den Supporters. Im Mittelpunkt stand die Absicht, die Krefelder Eishockeyfamilie näher zusammenrücken zu lassen und zukünftig gemeinsam und in einem ständigen Dialog den Eishockeysport in Krefeld zu unterstützen und damit nachhaltig zu sichern.

Scheitern könnte die Verpflichtung allerdings an den Gehaltsvorstellungen des Linksaußen. Denn so viel wie die Frankfurter werden ihm die Krefelder sicher nicht zahlen können. Dazu kommt noch, dass innerhalb der Gesellschafter die Meinungen auseinander gehen sollen, ob überhaupt ein neuer Angreifer geholt werden soll, weil Trainer Adduono sowieso lieber nur mit drei Reihen spielt. Allerdings betonte der Kandier im Vorfeld der Saison stets, dass er vier Sturmreihen einsetzen werde, wenn er auch ausreichend geeignete Spieler dafür habe. Und das wäre mit Hackert der Fall. Für das Auswärtsspiel morgen in München könnte der Coach auch ohne Hackert vier Reihen aufbieten.

Denn Roland Verwey, der zuletzt wegen seiner Handverletzung zusehen musste, mischte gestern Vormittag beim Training im König-Palast schon wieder kräftig mit. Wenn Adduono dann noch einen seiner sieben Verteidiger zum Stürmer umfunktioniert, wäre die vierte Reihe komplett. "Mal sehen, wie es bei Rolli Freitag aussieht", sagte der Trainer. In Sachen Hackert hielten sich die Krefelder Mittwoch bedeckt. Die ganze Konzentration galt dem morgigen Auswärtsspiel beim EHC München. Zuletzt waren die Schwarz-Gelben 2002 in der Olympia-Eissporthalle zu Gast. Damals galten sie dort für die München Barons als Angstgegner und gewannen an der Isar bisher acht ihrer 12 Auswärtsspiele. "München hat ein sehr gutes Team und kann in der DEL prima mithalten", sagte gestern Marvin Tepper. Der Krefelder Neuzugang spielte in der letzten Zweitliga-Saison mit Weißwasser einschließlich Play-offs acht Mal gegen die Blau-Weißen. Der Stürmer rechnet morgen fest mit einem Sieg des KEV: "In der Abwehr einschließlich Torhüter haben die Münchener ihre Schwächen. Wir müssen uns aber auch noch steigern, besonders in Überzahl."

Quelle: RP

 
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