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Krefeld Pinguine: Zwei Beinschüsse retteten Pinguine

VON H.-G. SCHJOOFS - zuletzt aktualisiert: 31.12.2010 - 15:16

Etwas glücklich kamen die Krefelder gestern in Hamburg in ihrem letzten Spiel des Jahres zu einem 2:1-Erfolg. Vor 6503 Zuschauern tat sich das Team von Trainer Rick Adduono über weite Strecken schwer. Duncan Milroy erzielte seinen ersten Saisontreffer. Sonntag Jahresdebüt gegen Nürnberg.

 Foto: Thomas Lammertz
Foto: Thomas Lammertz

Einen erfolgreichen Jahresausklang ließen sich die Pinguine gestern Abend in Hamburg nicht nehmen. Allerdings traten sie mit einem mühsamen 2:1-Arbeitssieg die Heimreise nach Krefeld an. Innerhalb von nur 65 Sekunden hatten die Schwarz-Gelben nach einem frühen Rückstand das Match gedreht und verteidigten mit den drei Punkten ihren vierten Tabellenplatz. Bester Krefelder war Torwart Scott Langkow, der in der spannenden Schlussphase diesen wertvollen Auswärtserfolg festhielt. Bereits am Sonntag steigt für die Pinguine das Jahresdebüt, zu dem Nürnberg in den König-Palast kommt.

Früh ausgekontert

Die Pinguine waren überpünktlich an der Alster angekommen. Daher unternahm ihr Busfahrer noch eine kleine Stadtrundfahrt. Die bekam den Spielern scheinbar ganz gut. Denn wie in Köln hatte Blank nach wenigen Sekunden die Führung auf dem Schläger, scheiterte aber. Allerdings waren auch die Freezers, bei denen fünf Verteidiger im Angriff aushelfen mussten, sofort im Bilde und wirkten hochmotiviert. Als drei Hamburger auf zwei Krefelder zuliefen, traf Murphy ins Schwarze. Der Puck trudelte durch die Schoner von Langkow über die Linie (7.). Als mit dem Ex-Krefelder Köttstorfer zum ersten Mal ein Spieler in die Kühlbox musste, winkte den Schwarz-Gelben der Ausgleich. Doch bis auf einen gefährlichen Schlagschuss von Milo, der knapp drüber ging, sprang dabei nichts heraus (10.). Zu locker und verspielt waren die Aktionen der Schwarz-Gelben. Kurz danach scheiterte Verwey nach einer schönen Einzelleistung am Hamburger Goalie. In der 14. Minute gerieten die Gäste dann erstmals in Unterzahl, die sie ohne Probleme überstanden. Kurz vor der ersten Pause verhinderte Langkow gegen Engelhardt das 0:2.

Info
So spielten sie

Hamburg - Krefeld 1:2 (1:0, 0:2, 0:1)

Pinguine: Langkow - Milo/Pavlikovsky, Trepanier/Albers, Akdag/Schopper, Kozhevnikov - Vasiljevs/Pietta/Blank, Milroy/Stephens/Shvidki, Hager/Kelly/Verwey, Tepper/Driendl/Endraß, Riefers.

Schiedsrichter: Brüggemann (Iserlohn).

Zuschauer: 6503.

Tore: 1:0 (6:45) Murphy (Engelhardt), 1:1 (31:02 Milroy (Shvidki/Stephens), 1:2 (32:07) Hager (Kelly/Verwey).

Strafminuten: Hamburg 4, Krefeld 4.

Auch im Mitteldrittel blieben die Pinguine ihren 150 mitgereisten Fans zunächst einiges schuldig und konnten froh sein, dass die Freezers weiter gute Einschussmöglichkeiten ausließen. Glück hatte Langkow, dass Köttstorfer nur den Pfosten traf (24.). Erst nachdem Trainer Adduono auf drei Reihen (Kelly und Driendl wechselten sich als Center ab) umgestellt hatte, legten die Gäste einen Zahn zu und gingen sogar in Führung, das allerdings recht kurios. Milroy kurvte um das Hamburger Tor und traf mit der Rückhand ein Bein eines Hamburgers. Von dort aus prallte die Scheibe in die Maschen. Egal, wie der Neuzugang in seinem 12 Spiel für Krefeld endlich zu seinem ersten Saisontreffer kam. Nur 65 Sekunden später lenkte Hager einen harten Schuss von Kelly ebenfalls mit dem Schienbein ins Gehäuse.

Ab dem Schlussdrittel versuchten die Freezers mit mehr Härte das Blatt zu wenden. Da bekam besonders Milo zu spüren, der nach einem Check benommen am Boden lag und erst nach einigen Minuten wieder aus Eis zurückkehren konnte. Die Pinguine hielten gut dagegen und vergaben in der Schlussphase durch Shvidki und Blank die Vorentscheidung. Auf der Gegenseite verhinderte Langkow gegen Engelhardt den Ausgleich. In den letzten 96 Sekunden nahmen die Freezers ihren Torwart vom Eis. Doch Langkow stand wie ein Fels in der Brandung. Nur bei einem abgefälschten Schuss von Traverse, der gegen den Außenpfosten knallte, hatte er das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite.


 
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