Fußball: Analyse: Der neue KFC
VON OLIVER SCHAULANDT - zuletzt aktualisiert: 08.02.2010 - 14:50Nach den zahlreichen hochkarätigen Neuzugängen erhält die Mannschaft des KFC Uerdingen zur Rückrunde ein neues Gesicht. Doch wie könnte die Startelf aussehen? Eine Prognose.
Nach der mächtigen Einkaufstour im Winter wird zum Rückrundenstart am 31. Januar gegen den 1. FC Viersen der Kader des KFC ein völlig neues Gesicht erhalten. Doch wie könnte Trainermanager Wolfgang Maes wohl seine Wunschelf aufstellen? Eine Einschätzung.
Tor Ohne Frage: Ronny Kockel ist mit absolutem Vorsprung die unumstrittene Nummer Eins im Kasten. Um den Status als dessen erster Ersatz streiten sich Oguz Dalli und der im Winter aus Duisburg geholte Umut Sagsinlar.
Abwehr Wolfgang Maes dürfte in der Defensive auf die Viererketten-Taktik setzen. Die Innenverteidiger-Positionen dürften der in der Hinserie so überzeugende Dennis Geiger sowie Neuzugang Christian Alder besetzen. Die beiden vertreten Simon Edu und Stephan Maas. Auf den Außenbahnen sind Kosi Saka (alternativ: Dustin Hähner) und Bastian Pinske (dahinter: Simon Gojtowski) gesetzt.
Mittelfeld Bleibt Wolfgang Maes bei seiner Rautentaktik, stehen Sven Kegel und Bilal Lekesiz im Duell um die Rolle des "Sechsers" vor der Abwehr. Als "Zehner" ist Ersan Tekkan gesetzt. Probleme kann es geben, wenn er ausfällt, denn eine wirkliche Alternative hat Maes nicht. Thomas Tennagels könnte dann notfalls einspringen, oder Kegel. Beide sind aber keine klassischen Spielgestalter. Außen streiten sich Malte Flock und Tennagels um den einen Platz, während der neue Kapitän, Erhan Albayrak, seinen Posten sicher hat. Für ihn wäre Selim Özdemir die Alternative, nachdem Uwe Sokolowski sich nach einem anderen Verein umschaut.
Angriff Das dichteste Gerangel um die verbliebenen zwei Plätze herrscht im Sturm. Sieben Angreifer hat der KFC unter Vertrag – da droht manch einem ein Einsatz in der zweiten Mannschaft (Kreisliga B). An Superstar Ailton kommt Maes nicht vorbei. Ihn will die ganze Liga sehen, ihn muss er bringen, egal was passiert. Fällt Ailton jedoch aus, dürfte Maes vermutlich vorne umstellen und mit nur einer Sturmspitze spielen lassen. Ändert er das System nicht, wären Gzim Rexhaj und Veli Velija mögliche Alternativen zu Ailton, die beide ihre Schnelligkeit über die Außenbahnen ausspielen und so den Zentralstürmer mit Flanken füttern könnten. Neben Ailton dürfte der Trainer den klassischen Mittelstürmer stellen, einen nach der Marke "großer, kopfballstarker Brecher" - sofern er nicht auf ein rein brasilianisches Sturm-Duo setzt. Gegen Wülfrath ist dies allerdings nicht möglich, weil Reiff noch nicht die Freigabe aus Brasilien erhalten hat. Angesichts der sehr guten Leistungen im Lauftrainingslager dürfte Regjep Banushi derzeit die Nase vorn haben (allerdings ist er aufgrund seiner Roten Karte im Testspiel gegen Wattenscheid derzeit noch gesperrt), dahinter liegt Sebastian Radtke und dahinter wiederum Onur Özkaya – als Joker.
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