KFC Uerdingen: Die Talfahrt des KFC Uerdingen geht weiter
VON OLIVER SCHAULANDT - zuletzt aktualisiert: 12.12.2011KFC Uerdingen (RP). Mit den guten Vorsätzen ist das so eine Sache. Die Mannschaft des KFC Uerdingen hatte sich vor der Partie gegen die Zweitvertretung der Alemannia aus Aachen vorgenommen, die 0:6-Packung in Bielefeld vom Spieltag zuvor vergessen zu machen.
Das klappte zumindest eine Halbzeit lang ganz ordentlich, doch weil im zweiten Durchgang nicht mehr sonderlich viel zusammen lief, unterlag der KFC mit 1:2 (1:1) - und so war es das mit der Wiedergutmachung.
Mit dieser Niederlage stürzten die Uerdinger zum ersten Mal in dieser Saison auf einen Platz, der in der Endabrechnung nicht mehr berechtigt, an den Qualifikationsspielen zur neuen Regionalliga West teilzunehmen – das dürfen lediglich die Teams auf den Plätzen vier bis sieben.
"Ein, zwei Veränderungen" hatte Trainer Jörg Jung angekündigt, um den ersten Sieg unter seiner Regie einzufahren. Rein optisch sah das so aus, dass die Uerdinger wieder die Trainerbänke tauschten. Das hatte Jungs Vorgänger Peter Wongrowitz einst eingeführt, um nicht ganz so nah auf Tuchfühlung zum jeweiligen Linienrichter zu sein.
Ansonsten musste Innenverteidiger Michael Baum aus der Startelf in die zweite Mannschaft (deren Spiel allerdings ausfiel), und Emrah Uzun rückte wieder an die Seite von Jochen Höfler. Das war eine Maßnahme, die für mehr Gefahr vor dem gegnerischen Tor sorgen sollte, die allerdings über die gesamten 90 Minuten ziemlich in die Hose ging.
Uzun rackerte sich zwar sichtlich ab, doch blieben diese Bemühungen meist brotlos – auch, weil er gefühlte zwei Dutzend Mal im Abseits stand. Und von der Torjägerqualität von Jochen Höfler nach dessem fulminanten Saisonauftakt ist auch nicht mehr viel übrig geblieben.
Diese ist in eine recht ungesunde Art Eigensinn gepaart mit Reglosigkeit nach verlorenen Zweikämpfen übergegangen. So hätte er in der 68. Minute den Ball lediglich quer auf Uzun spielen brauchen, so dass sein Sturmpartner nur einzuschieben brauchte. Das machte Höfler aber nicht, sondern versuchte es selbst, und der Ball ging weit am Tor vorbei.
Da hatte es bereits zwei Mal eingeschlagen. Nach zehn Minuten war Aachen durch Lubasa in Führung gegangen, als Musa Celik nach einer Hereingabe von außen zu weit von ihm weg stand. Das war ziemlich überraschend, weil der KFC, angetrieben von Ersan Tekkan und dem später stark nachlassenden Saban Ferati, zuvor bereits drei dicke Chancen nicht genutzt hatte. Tekkan war es auch, dem der Ausgleich gelang, als er nach 27. Minuten aus 16 Metern draufhielt.
Im zweiten Durchgang beharkten sich die Teams weiterhin, ohne jedoch zwingend zu werden. Aachen nutzte zwei Minuten vor Schluss seine zweite Chance im Spiel zum Siegtreffer, als Franck Njambe und Marc Nimptsch Alemannias Engelbrecht nicht stoppen konnten – vorbei war es mit der Hoffnung auf den ersten Sieg unter Jörg Jung. Aber gute Vorsätze nimmt man sich ja für gewöhnlich eh für ein neues Jahr vor. Dann geht es am 17. Februar in der Grotenburg weiter mit dem Rückspiel gegen Herne.
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