KFC Uerdingen: Kessen baut die Abwehr um
VON OLIVER SCHAULANDT - zuletzt aktualisiert: 11.11.2011KFC Uerdingen (RP). Am Samstag trifft der KFC Uerdingen auf Westfalia Rhynern. Interimscoach Ralf Kessen wird wohl erneut das Team betreuen, weil Vereinsboss Lakis weiterhin einen Nachfolger für Peter Wongrowitz sucht.
Nein, dem Zufall will Ralf Kessen nichts überlassen. Den kommenden Gegner des KFC Uerdingen, Westfalia Rhynern, hat er höchstselbst inspiziert, und insofern weiß der Interimscoach der Blau-Roten genau, was er sagt. "Rhynern ist ein sehr laufstarker Gegner, der über die Zweikämpfe in eine Partie findet. Da müssen wir von Beginn an mit hundert Prozent gegen halten, sonst wird es schwer", sagt der 50-Jährige.
Nach der jüngsten Partie in Essen, die seine Auswahl mit 3:4 verlor, muss Kessen seine Startaufstellung umbauen – aber nicht im Sturm, denn dort hat ihn Jonas Kremer zuletzt überzeugt. "Jonas war richtig gut. Den nehme ich nicht raus. Bei ihm hat man den Eindruck, er ist richtig stolz, dass er für den KFC spielen darf. Das war bei mir als Spieler genauso, als ich in meiner Heimatstadt gespielt habe", sagt Kessen, der als Aktiver unter anderem das Trikot des MSV Duisburg getragen hat.
Gegen Dortmund
Für das Spiel am kommenden Dienstag, 15. November, 18 Uhr, gegen den Deutschen Meister Borussia Dortmund ist der Vorverkauf gut angelaufen. Bis gestern gingen rund 800 Karten über die Ladentheke.
Sorgen bereitet hingegen die Abwehr, "da werden wir umstellen müssen", sagt Kessen. Igor Bendovskyi ist nach seiner Roten Karte gesperrt – wobei die Dauer des Aussetzens gestern Nachmittag noch nicht feststand, und Marc-André Nimptsch lag gestern mit 39 Grad Fieber flach. Beide werden also morgen um 18 Uhr in der Grotenburg auflaufen können. Ebenfalls fehlen werden mit Monir Ibrahim, Jan Pierschel und Harun Celebi gleich drei Spieler, die in diesem Jahr nicht mehr für die Uerdinger spielen werden und dürfen, weil sie noch immer verletzt sind. Celebi wurde am Donnerstag gar an der Leiste operiert und wird, wie die beiden anderen auch, erst wieder zur Vorbereitung auf die Rückserie mitmischen.
Wer diese denn nun als Hauptveranwortlicher leiten wird, steht weiterhin in den Sternen. "Es ist schon Wahnsinn, wie viele Trainer derzeit ohne Job sind. Und dann gibt es auch noch einen, der es nicht machen will", sagt Kessen über sich selbst und grinst. "Aber ich hoffe, dass Herr Lakis schnell einen neuen Trainer holt. Ich mache den Job der Mannschaft und dem Verein zulieb." Gestern jedenfalls brodelte die Gerüchteküche mächtig weiter. Georg Kress, einst Trainer in Kleve, scheint beim Vereinsvorsitzenden Lakis durchs Rost gefallen zu sein. Und Lothar Matthäus "ist vielleicht eine Nummer zu groß für uns", sagt der KFC-Boss, der die Trainersuche einmal mehr zur Chefsache gemacht hat. Nach RP-Informationen hat sich Lakis die Kontaktdaten von einem Kandidaten besorgt, der schon einmal als Jugendnationaltrainer gearbeitet hat und in Krefeld kein Unbekannter ist – einer von rund 25 Kandidaten auf seiner Liste.
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