KFC Uerdingen: KFC bleibt Nummer Eins
VON OLIVER SCHAULANDT UND H.-G. SCHOOFS - zuletzt aktualisiert: 13.05.2010Vor 5347 Zuschauern gab sich der KFC Uerdingen im Stadtderby gegen den VfR Fischeln keine Blöße. 4:1 (3:0) gewann die Mannschaft von Trainer Edgar Schmitt. Ailton schoss sein zweites Tor.
Der KFC Uerdingen hat Mittwochabend das mit Spannung erwartete Krefelder Stadtderby in der Fußball-Niederrheinliga gegen den VfR Fischeln vor 5347 Zuschauern in der Grotenburg klar mit 4:1 (3:0) gewonnen. Trotzdem ist der VfR so gut wie gerettet, da Goch gestern gegen Remscheid 2:1 gewann.
Die Uerdinger legten nach den Unruhen im Umfeld zumindest sportlich eine eindrucksvolle Leistung hin – mit häufigeren Vorstellungen dieser Art hätten die Blau-Roten wohl ein gehöriges Wörtchen um den Aufstieg mitgeredet. Am Ende des Spiels feierten die KFC-Fans den in die Kritik geratenen Vorsitzenden Lakis.
Der KFC war gegenüber der jüngsten Vorstellung nicht wieder zu erkennen. Auf dem Platz stimmten Einsatz und Laufbereitschaft. Fischeln hingegen wirkte vor allem in der Defensive müde, so dass es auch nicht verwunderte, dass die Uerdinger Angreifer ungewohnte Freiheiten auf ihren positionen genießen durften. Und im Spiel nach vorne lief nicht viel zusammen.
So spielten sie
KFC: Kockel - Gojtowski, Alder, Maas, Pinske - Lekesiz, Flock - Kegel (75. Kaplan), Albayrak, Özdemir (75. Rexhaj) - Ailton (82. Özkaya)
Fischeln: Kohnen - Jagenburg, Niedmers, Kipka (69. Baser), Schmitz - Richter (46. Haupt), Hebold, Killich - Pappas - Bahr (46. Sahin), Uzbay
Schiedsrichter: Dalibor Guzijan
Da verwunderte es wenig, dass die favorisierten Uerdinger bereits nach neun Minuten in Führung gingen, als Kapitän Erhan Albayrak nach einem Eckball den Fuß hinhielt und der Ball ins Tor von Till Kohnen einschlug. Eine Minute später vergab Ailton das 2:0, als er im Sechzehner frei vor Kohnen auftauchte, dieser aber parierte. Auf der Gegenseite hatte Christos Pappas Pech, dass sein aus 30 Metern flach geschossener Freistoß knapp an Ronny Kockels Tor vorbeistrich.
Danach bestimmten die Uerdinger das Geschehen weitestgehend. In der 22. Minute rutschte David Kipka am Strafraum weg, so dass Uerdingens Selim Özdemir frei an den Ball kam und sein Drehschuss zum 2:0 in den Maschen landete. Zwei Minuten später kam Sven Kegel frei zum Kopfball, zielte aber zu hoch. In der 25. Minute gelang Albayrak das Tor zum 3:0, nachdem Özdemir Ailton steil geschickt hatte, dieser quer legte und der Kapitän einschob.
Allerdings hätte der Treffer nicht zählen dürfen, weil Schiedsrichter Guzijan gleich zwei Uerdinger in Abseitsstellung übersehen hatte. Fischelns Trainer Dieter Hußmanns baute darauf um, beorderte Daniel Schmitz ins Mittelfeld und Michael Killich in die Abwehr. So brannte dort zumindest nichts mehr an, auch weil Albayrak nach Ailton-Flanke der Ball versprang.
Auch im zweiten Durchgang beherrschte der KFC die Partie, aber Fischeln wurde stärker. Und obwohl Ailton in der 56. Minute ein Laufduell gegen Till Kohnen gewann und danach das 4:0 erzielte (sein zweites Tor für den KFC), mühte sich der VfR, zumindest zum Ehrentreffer zu kommen. Das gelang auch in der 88. Minute per Schuss vom Sechzehner von Burhan Sahin. Und die KFC-Fans feierten: "Die Nummer eins sind wir."
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