KFC Uerdingen: KFC ist Zuschauerkrösus der NRW-Liga
VON HEINRICH LÖHR UND OLIVER SCHAULANDT - zuletzt aktualisiert: 25.01.2012KFC Uerdingen (RP). Am Montag hatte der Westdeutsche Fußball- und Leichtathletikverband im Hinblick auf die in knapp vier Wochen startende Rückserie der NRW-Liga zur Verbandstagung in die Sportschule nach Duisburg-Wedau eingeladen.
Im Mittelpunkt stand dabei einmal mehr die - auch den KFC Uerdingen brennend interessierende - Frage nach den Regularien zum Aufstieg in die künftige, dann viertklassige Regionalliga NRW.
Wie bekannt steigen die ersten drei Mannschaften direkt auf, die auf den Plätzen vier bis sieben platzierten Teams spielen nach Europapokalmodus eine Relegation gegen die vier Meister der Verbandsligen. Eigentlich sollte bereits am Montag ausgelost werden, welcher Verbandsligameister gegen welchen Platzierten der NRW-Liga antreten muss. Da aber zweite Mannschaften von Vereinen, deren Erst-Vertretung in der dritten Liga spielt, nicht in die Regionalliga dürfen, wurde dies bis Mitte Mai zurück gestellt.
"Zu dem Zeitpunkt werden die zweite und dritte Liga ihre laufenden Serien beendet haben und wir wissen definitiv, ob zum Beispiel Bielefeld II eine Relegation spielen dürfte", erläuterte WLFV-Präsident Heinz-Leopold Schneider die Überlegungen des Verbandes.
Betroffen von dieser Regelung sind bis zu vier Vereine: Neben Arminia Bielefeld II (dessen Erstvertretung aktuell Drittligist ist, aber in die Zweite Liga aufsteigen möchte – in diesem Fall darf Bielefeld II doch in die Relegation), könnten auch Alemannia Aachen II und der MSV Duisburg II (sofern deren erste Mannschaften aus der zweiten Liga absteigen) in die Röhre schauen.
Für sie würden die dahinter platzierten Teams alle um einen Rang aufrücken; aktuell würde also der Vierte (Velbert) direkt aufsteigen und der KFC als derzeit Achter in die Relegation kommen. Und sollte die zweite Mannschaft von Rot-Weiß Oberhausen Meister in der Niederrheinliga werden, deren Erste aber in der dritten Liga bleiben, würde der Zweite der Niederrheinliga in die Relegation rücken (derzeit der FC Kray).
Fest stehen bereits die Termine. Am 6. oder 7. Juni haben die Vertreter der NRW-Liga Heimrecht, am 10. Juni steigen die Rückspiele bei den Meistern der Verbandsligen. Beantragt werden muss die Lizenz für die Regionalliga bis zum 15. März, 15.30 Uhr, wobei keine Prüfung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit vorgesehen ist. Die Hinterlegung einer Bankbürgschaft über voraussichtlich 15 000 Euro reicht aus. Beim KFC soll Pressesprecher Marc Peters mit der Zusammenstellung der Unterlagen betraut werden.
Dass der KFC eine Bereicherung dieser Liga wäre, belegen die absoluten Zuschauerzahlen der Hinserie, in der die NRW-Liga insgesamt 91 000 Zuschauer zählte. Davon stellte der KFC mit den 27 000 in seinen zehn Heimspielen fast ein Drittel. Auch am Spitzenwert einer Partie war der KFC beteiligt: 5100 Zuschauer sahen am 8. Oktober 2011 in der Grotenburg die 1:2-Heimniederlage gegen Viktoria Köln.
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