KFC Uerdingen: Nach KFC-Krise: Lakis kündigt personelle Konsequenzen an
VON JENS VOSS - zuletzt aktualisiert: 12.05.2010 - 18:58KFC-Präsident Lakis strebt eine umfassende Satzungsreform beim Uerdinger Fußballclub an: Er will Verwaltungsrat und Geschäftsstelle verkleinern. Zugleich kündigte Lakis personelle Konsequenzen im Fußball-Verein an.
Lakis Der aus Opladen stammende, in Meerbusch wohnende Agissilaos „Lakis“ Kourkoudialos mit griechischen Wurzeln betreibt in Neuss eine Immobilienfirma.
Geschäftsfeld Die Lakis Group kauft Immobilien zum Beispiel aus Zwangsversteigerungen oder Konkursen unter Marktwert, saniert diese und verkauft sie dann wieder nahe dem Marktwert.
Standorte In der Referenzliste des Unternehmens sind Wohnkomplexe zum Beispiel in Siegen, Bad Frankenhausen oder Tübingen aufgeführt.
Zu den Rücktritten der Verwaltungsratsmitglieder Norbert Kalwa und Stefan Kaiser sagte Lakis der "Rheinischen Post": "Für Dr. Kaiser tut es mir unheimlich Leid, er hat sehr viel für den Verein getan. Der Verwaltungsrat ist ohnehin viel zu groß. Wir sind sechste Liga, da brauchen wir doch keine zehn, elf Leute in diesem Gremium, die nichts tun für den Verein. Mein Wunsch ist, diesen Apparat zu verkleinern. Ich glaube, dass auch die Mitglieder diese Entwicklung mittragen. Das wird die Mitgliederversammlung zeigen."
Auf die Frage, ob er es schwer sei, neben Lakis zu arbeiten, sagt er: "Ich weiß, dass ich nicht einfach bin. Ich gehe nach den Erfolgsprinzipien vor, die auch für meine Firma gelten. Natürlich kann man in einem Verein nicht alles eins zu eins umsetzen wie als Chef in einem Unternehmen. Aber eines gilt: Wir haben Ziele, und wir wollen Erfolg haben. Ich erwarte: Wenn jemand einen Posten übernimmt, muss er seinen Job hundertprozentig erledigen. Mehr nicht. Wenn er das nicht macht, muss man auch Konsequenzen ziehen. Vielleicht reagiere ich dann auch impulsiv, explodiere – aber es ist genauso schnell wieder vergessen. Das ist meine südländische Art."
Lesen Sie das große Interview mit Lakis in der Donnerstags-Ausgabe der Rheinischen Post.
Nach dem verpatzten Aufstieg sind in der gesamten Führungsriege des Fußball-Traditionsclub KFC Uerdingen massive Streitigkeiten offen ausgebrochen. Der Verein ist mittlerweile faktisch handlungsunfähig, weil der Vorstand nicht mehr aus den zwingend erforderlichen drei Personen besteht.
KFC-Star Ailton hatte im Streit um ausstehende Gehaltszahlungen dem KFC-Vorsitzenden Lakis ein Ultimatum gestellt: Der Brasilianer forderte bis zur kommenden Woche sein Geld und droht mit seinem vorzeitigen Weggang aus Krefeld. Nach RP-Informationen hat der 36-Jährige bislang nur einen Teil seines Gehaltes verspätet erhalten.
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