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KFC Uerdingen: Popcorn, Pizza und Dribbel-Piste

zuletzt aktualisiert: 13.05.2010

Auch wenn am Mittwoch im Grotenburg-Stadion kein neuer Zuschauerrekord bei einem Spiel in der 6. Liga aufgestellt wurde, war das Interesse an diesem Lokalschlager immer noch sehr gut. Hinter der Südtribüne herrschte eine Stunde vor dem Anpfiff eine Atmosphäre wie bei einem kleinen Volksfest. Popcorn und Pizza fanden ebenso reißenden Absatz wie das kühle Bier.

Die Cheerleader Looney Dolphins bei ihrer Halbzeit-Show.  Foto: RPO
Die Cheerleader Looney Dolphins bei ihrer Halbzeit-Show. Foto: RPO

Die jüngsten Fußballfans belagerten den Dribbel-Parcours auf dem Kunstrasenplatz, wo sich die Kids für die Krefelder Stadtmeisterschaften (4. und 5. Juni) im Schwanenmarkt im Rahmen der bundesweiten Aktion "Deutschland sucht den Super-Dribbler" qualifizieren konnten.

Belagert wurde auch der Infostand der Rheinischen Post, die als Spieltag-Sponsor mit dem Derby-Tipp die Fans anlockte. Viele trauten dem Außenseiter aus dem Krefelder Süden eine Überraschung zu. Das hatte sich in der ersten Halbzeit dann aber schon schnell erledigt.

Die Fischelner wurden wie schon beim Hinspiel von einer großen Anhängerschar begleitet, die diesmal auf der Nordtribüne untergebracht wurde. "Lakis, Zimmer frei?" stand auf einem Transparent im Fanblock der Grün-Weißen geschrieben. Allerdings erhielt der KFC-Boss auch Unterstützung aus dem eigenen Lager. "Pro Lakis" stand in blau-rot auf einem Schild geschrieben.

Das größte Gedränge herrschte im VIP-Raum. Gut 250 mehr oder weniger wichtige Leute standen auf der Ehrengastliste. Entsprechend eng wurde es kurz vor dem Anpfiff auch auf der Haupttribüne, wo nicht alle Karteninhaber einen Platz fanden und stehen mussten.

Eine tolle Vorstellung boten in der Halbzeitpause die Cheerleader Looney Dolphis des SC Bayer Uerdingen. Mit ihrer WM-Kür begeisterten sie die Fußballfans und erhielten viel Applaus.

Ehemalige Uerdinger auf der Tribüne

Reichlich Fußball-Prominenz war gestern in der Grotenburg anzutreffen. Darunter auch viele ehemalige Profis des FC Bayer Uerdingen. Zwischen Franz Raschid, Trainer des Landesligisten PSV Wesel, und Werner Vollack fiel die Begrüßung sehr herzlich aus. Auch die jüngere Bundesliga-Generation der Uerdinger war vertreten. Stephan Paßlack, Marcus Wedau und Jörg Scherbe.

Letzterer, der mittlerweile als Co-Manager der Fischelner tätig ist, kam zehn Minuten nach Anpfiff. Ihm wurde allerdings der Zutritt zum Innenraum verwehrt. Erst nachdem er KFC-Boss Lakis angerufen hatte, ließ man ihn rein. Mit Prof. Dr. Hermann Schulte-Wissermann wollte sich auch ein ehemaliger Vorsitzender des FC Bayer das Derby nicht entgehen lassen. Lediglich die Krefelder Polit-Prominenz glänzte bis auf wenige Ausnahmen mit Abwesenheit.

VfR-Fans kauften sich kein Stadionheft

Das Stadionheft des KFC fand vor dem Spiel nicht gerade den erhofften Absatz. "Die Fischelner Fans boykottieren unser Heft", sagte ein Verkäufer. Dabei waren für das Derby extra 300 Hefte mehr gedruckt worden.

Vorspiel der E-Jugend beider Vereine

Dass sich Fischeln und der KFC um den talentierten Nachwuchs keine Sorgen machen müssen, bewiesen die E-Junioren beider Vereine, die im Vorspiel aufeinander trafen. Der KFC gewann 4:2.

Galland führt den Verwaltungsrat an

Andreas Galland ist kommissarischer Vorsitzender des KFC-Verwaltungsrates. Dies gab er gestern nach dem Spiel bekannt. Galland sagte, dass das Gremium die Zahlen des KFC geprüft und genehmigt habe, aber betonte: "Wir sind nicht der Verwaltungsrat der Lakis-Group."

Lieber ohne Fans

Fischelns Trainer Dieter Hußmanns: "Ich hätte mir ein angenehmeres Spiel gewünscht. Wir wollten das Spiel und die Atmosphäre genießen. Aber im nachhinein hätte ich lieber unter Ausschluss der Öffentlichkeit gespielt. Der KFC war in allen Belangen überlegen. Wir haben schon seit einigen Wochen Probleme, und die haben wir auch heute nicht abstellen können."

Flock richtig gut

KFC-Trainer Edgar Schmitt: "Wir haben heute etwas auf den Weg gebracht, das den Ansprüchen des KFC entspricht. Wenn die Jungs in der neuen Saison richtig fit sind, kann daraus ein Schub werden. Flock war als Sechser heute wie auch schon zuletzt richtig gut."

Klassenunterschied

Fischelns Vorsitzender Thomas Schlösser: "Das war heute wie ein Klassenunterschied. In der ersten Halbzeit waren wir fast gar nicht auf dem Platz. Und das Ergebnis geht auch in dieser Höhe voll und ganz in Ordnung. Nach der Pause haben wir hier und da gezeigt, dass auch wir guten Fußball spielen können."

Passende Antwort

KFC-Vorsitzender Lakis: "Ich bin unglaublich erleichtert. Die Jungs haben heute auf dem Platz die passende Antwort auf die Querelen gegeben. Das war Balsam für uns."

Zerknirscht

VfR-Manager Werner Fuck: "Ich bin zerknirscht. Man hatte zeitweise den Eindruck, als hätte der KFC einen Mann mehr auf dem Platz. Uns fehlte heute die notwendige Aggressivität."

Hoffe, Schmitt bleibt

Ronny Kockel: "Ich hatte Herrn Schlösser versprochen, dass wir Fischeln im Rückspiel den Hintern aufreißen würden. Wir haben Wort gehalten. Ich hoffe, dass Edgar Schmitt unser Trainer bleibt. Heute hat man gesehen, dass wir unter ihm richtig guten Fußball spielen."

Quelle: RP

 
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