KFC Uerdingen: Uerdingen läuft die Zeit davon
VON OLIVER SCHAULANDT - zuletzt aktualisiert: 25.01.2012KFC Uerdingen (RP). Noch eine Woche hat der KFC Zeit, den Kader so nachzurüsten, dass er für den Aufstieg in die Regionalliga stark genug ist – am 31. Januar schließt das Transferfenster. Ein Kandidat ist Aachens Abwehrspieler Lars Klitzsch.
Wenn der KFC Uerdingen am 17. Februar in die Rückserie der Fußball-NRW-Liga startet, dann wird der Kader zumindest nach derzeitigem Stand nicht wesentlich anders aussehen, als noch im vergangenen Jahr. Bis gestern standen weiterhin zwei Neuzugänge fest, die auch bereits einen Kontrakt unterzeichnet haben: die beiden Mittelfeldspieler Orhan Özkaya und Eyyüp Hasan Ugur.
Will der KFC noch einmal seinen Kader ergänzen, dann muss dies bald geschehen. Denn gemäß der neuen Statuten muss ein Wechsel im Winter bis zum 31. Januar über die Bühne gebracht werden; danach dürfen die Clubs keine neuen Spieler mehr holen - auch keine, die vereinslos sind.
Derzeit kursieren zwei weitere Namen rund um die Grotenburg. Bereits seit geraumer Zeit trainiert Abwehrspieler Lars Klitzsch unter der Anleitung von KFC-Chefcoach Jörg Jung mit. Der 21-Jährige, der auch gestern Abend im Test gegen Leverkusen eingesetzt wurde (siehe Infokasten), hat offenbar einen guten Eindruck in der Innenverteidigung hinterlassen. Allerdings steht er noch bei Alemannia Aachen unter Vertrag, wenngleich die Aachener einem Wechsel wohl recht offen gegenüber stehen sollen – sonst hätte er auch wohl kaum bis Ende Januar in Uerdingen mittrainieren dürfen. Wird sein Vertrag dort aufgelöst, könnte es schnell zu einer Verpflichtung kommen.
Gestern im Test
KFC - Leverkusen U23 1:4 (0:4)
KFC: Weichelt - Nimptsch, Njambe (Hoffmann), Klitzsch (Yavuz), Saka, Celebi (Isiklar), Özkaya, Ferati (Orlovic), Tekkan (Özdemir), Keppeler, Höfler (Uzun)
Tor für den KFC: 1:4 Uzun (55.)
Weitere Testspiele: 1.2., 19.30 Uhr: Borussia Freialdenhoven (H); 4.2., 14 Uhr: SV Sonsbeck (A); 7.2., 19 Uhr: Rot-Weiß Oberhausen (H); 12.2., 15 Uhr (A): TV Jahn Hiesfeld
Erstes Saisonspiel: Freitag, 17. Februar, 19.30 Uhr, daheim gegen Westfalia Herne
Auch im Sturm ist noch Bewegung. Nach wie vor steht der KFC in engem Kontakt zu Bekim Kastrati, der bei der ersten Garde des Wuppertaler SV ausgemustert ist. Der 32 Jahre alte Angreifer könnte eine Alternative zu Top-Torjäger Jochen Höfler sein, falls dieser nicht zur Verfügung stehen sollte – oder dessen Formtief aus den letzten Spielen der Hinrunde anhält. Vom Tisch scheint hingegen die Rückkehr von Massimo Cannizzaro zu sein, der für die Uerdinger wohl zu teuer ist.
Kein Thema mehr aus dem aktuellen Kader ist Regjep Banushi. Der albanische Stürmer, der nach seiner langen Verletzungspause (Schien- und Wadenbeinbruch) von 14 Monaten noch immer den Anschluss sucht und auch momentan angeschlagen ist, darf sich einen neuen Verein suchen, allerdings ist dessen Vertrag noch nicht aufgelöst. Passiert dies noch, wäre er nach Denis Kuczka (Ziel unbekannt), Bastian Pinske (zum FC Brünninghausen) und Michael Baum (Hammer Spvg.) der Vierte Abgang im Winter.
Am Rande: Noch keinen genauen Termin gibt es für das mit Spannung erwartete Achtelfinalspiel bei der Düsseldorfer Turu. Angedacht ist, die Partie entweder am Veilchendienstag oder am Aschermittwoch auszutragen. "Wir wissen bislang nur, dass wir am Flinger Broich spielen werden", sagte Uerdingens Sportlicher Leiter, Heiner Essingholt.
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