KFC Uerdingen: "Wir müssen noch etwas tun"
VON OLIVER SCHAULANDT - zuletzt aktualisiert: 31.01.2012KFC Uerdingen (RP). Der KFC beklagt Verletzungen von Jonas Kremer und Moritz Steiner, Regjep Banushis Vertrag wurde gestern aufgelöst. Auch deshalb unterzeichnete gestern ein Stürmer aus Sambia. Torjäger Jochen Höfler will bleiben.
Jochen Höfler hat es sich offenbar überlegt. Der Top-Torjäger des KFC Uerdingen, der es in der Vorrunde auf stolze 14 Tore gebracht hat, hatte sich in der Winterpause ziemlich intensiv Gedanken darüber gemacht, ob er nicht seinen Vertrag in Krefeld auflösen sollte.
Nicht, weil es sportlich am Ende nicht mehr so gelaufen ist, wie die Blau-Roten es gerne hätten, er selbst ein wenig neben die Spur geraten war oder weil plötzlich ein anderer Verein angeklopft hätte. Sondern weil es manchmal Gründe gibt, die wichtiger sind als Fußball und die privat bleiben sollen. Jedenfalls: Das Thema vorzeitige Vertragsauflösung war zumindest gestern Abend vom Tisch, und wenn am 17. Februar die Saison mit dem Heimspiel gegen Westfalia Herne losgeht, dann sollte der 30-Jährige von Beginn an für den KFC auflaufen – so er denn fit ist.
Testspiele
Morgen Abend empfängt der KFC um 19.30 Uhr Borussia Freialdenhoven, und am Samstag, 4. Februar, geht es um 14 Uhr zum SV Sonsbeck. Höhepunkt der Vorbereitung ist das Testspiel am Dienstag, 7. Februar, um 19 Uhr daheim gegen den Drittligisten Rot-Weiß Oberhausen. Sitzplatzkarten kosten für die Partie sieben bzw. fünf Euro.
In jener Startaufstellung zu stehen, ist ein Wunsch, den gleich zwei Uerdinger für die nächste Zeit ganz hinten an stellen müssen. Moritz Steiner, der Mittelfeldspieler, hat einen Knorpelschaden, der operiert werden muss. Damit dürfte er wohl einen Monat Zwangspause machen. Noch härter hat es Jonas Kremer erwischt.
Der Publikumsliebling, der in der vergangenen Saison durch seinen Treffer in der Partie gegen Straelen maßgeblichen Anteil am KFC-Aufstieg hatte, hat sich die Kniescheibe gebrochen. Diese üble Verletzung zwingt den Angreifer, den auch ein anderer Krefelder Verein gerne ausgeliehen hätte (der KFC stimmte dem Deal aber allein schon deshalb nicht zu, weil Kremer ein U23-Spieler ist), wohl mindestens drei Monate lang auf die Tribüne. Und weil Sturmkollege Regjep Banushi in den Planungen von Trainer Jörg Jung keine Rolle mehr gespielt hat (der Vertrag des Albaners ist gestern aufgelöst worden), hatte der KFC nun im Angriff ein doch ziemlich dringendes Bedürfnis personell nachzulegen.
"Ganz klar: Wir müssen noch etwas tun", sagt der Sportliche Leiter, Heiner Essingholt gestern Vormittag, und deshalb ging es gestern auch mit Nachdruck in Verhandlungen mit möglichen Neuzugängen. Denn heute Nacht schließt das Wechselfenster im deutschen Fußball, und danach dürfen die Clubs keine weiteren Spieler mehr verpflichten – selbst wenn diese momentan bei keinem anderen Club unter Vertrag sind.
Einen Zugang verkündeten die Uerdinger in den Abendstunden: Chama Kaira, der zuletzt bei Viktoria Arnoldweiher spielte und früher unter anderem in der Premier League in Namibia aktiv war, hat einen Vertrag bis zum Saisonende unterschrieben. Der 25 Jahre alte Angreifer ist in Sambia geboren, und Trainer Jung kennt ihn noch aus gemeinsamen Dürener Zeiten. Möglicherweise wird sich heute noch mehr tun: Bis spät in die Nacht zu heute verhandelte KFC-Boss Lakis mit Stürmer Bekim Kastrati vom Wuppertaler SV.
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